Shannon-Forum

Autor Thema: The Saviour of the Chinese Boat  (Gelesen 5293 mal)

Offline Panta Rhei

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The Saviour of the Chinese Boat
« am: 04.03.2015, 18:49 »
Ich seh gerade: Ich nehme in meinen Reiseankündigungen auf eine Story Bezug, die ich hier noch gar nicht erzählt habe. Tstststs. Wie kann man sich das Erzählen einer solchen käptn-blaubäresken Geschichte entgehen lassen?

Also: Bei der Rückfahrt von ganz im Süden in Killaloe bis ganz hoch in den Norden an den Erne entstand am Mittwoch, 4.9.2014, folgender Logbucheintrag:

"Nebenbei am Abend in Shannonbridge ein Carrick Craft Boot mit 5 jungen Taiwanesen gerettet, bei denen der Käptn mit zwei weiteren Crewmitgliedern ohne festzumachen das Boot verlassen und die Maschine ausgemacht hatte und das Boot mit der Leine an Land ziehen wollte. Und das direkt an der Brücke in Shannonbridge. Und das, obwohl das Wehr in Athlone in diesen Tagen verstärkt Wasser abgelassen hatte. Jedenfalls trieben plötzlich zwei hübsche aber hilflose Taiwanesinnen mit ihrem Boot in der Strömung. Und wer hat durch einen beherzten Sprung das Boot geentert und zum Anleger gefahren? Genau. Am Abend wurde ich im Lukers Pub als "the Saviour of the Chinese Boat" begrüßt. Sowas geht runter wie Öl."
Ein herzliches Ade aus Oberfranken!
Wolfgang

Offline ukmueller

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Re: The Saviour of the Chinese Boat
« Antwort #1 am: 05.03.2015, 05:30 »
Jedenfalls trieben plötzlich zwei hübsche aber hilflose Taiwanesinnen mit ihrem Boot in der Strömung. Und wer hat durch einen beherzten Sprung das Boot geentert und zum Anleger gefahren? Genau.

Hallo Wolfgang,
welch eine Heldentat!!!  Wie lang jedoch dauerte der Zoegerungsmoment mit dem Zuendschluessel in der Hand wo Du erwaegtest: "einfach mal treiben lassen?"
Ich rat mal Banagher.
Taiwanesen am Shannon? Vielleicht doch wieder Hoffnung fuer die Branche.

gruss
Uve
« Letzte Änderung: 05.03.2015, 05:32 von ukmueller »
....and may I die in Ireland.

Offline Stevie

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Re: The Saviour of the Chinese Boat
« Antwort #2 am: 05.03.2015, 08:25 »
Tja, Asien scheint Shannon und Erne für sich zu entdecken. Vor zwei Jahren am Anleger in Crom Castle, Ende September, ca. 21 Uhr, ziemlich dunkel und strömender Regen: Ich höre draußen Bootsgeräusche und denke das wird wohl ein Privatbbot sein, das sich auskennt. Als ich rausschaue sehe ich eine Town Star, die mehrere Versuche benötigt, den Steg zu treffen. Aufgrund des Wetters bin ich nicht böse darum, dass zwei Bootsnachbarn schon auf dem Steg stehen, um beim Anlegen zu helfen. Als das Boot dann endlich festgemacht ist, klettern 5 (!) dankbare Chinesen heraus :o . Vermutlich haben die schichtweise auf dem Boot geschlafen  ;).

Gruß Stevie

Offline Scoirish

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Re: The Saviour of the Chinese Boat
« Antwort #3 am: 05.03.2015, 09:52 »
Moin,

es ist immer wieder erfrischend, wenn man hier am Morgen neue Geschichten lesen kann und trotz der Ferne zu Irland, Shannon und Boot ein paar Minuten dem Arbeitsalltag entfliehen kann (jaaa Pike, ich weiss, es ist Arbeitszeit  8)).

Sehr heldenhaft wie unser Forumskollege Panta Rhei sich für Taiwanesinnen eingesetzt hat. "Ausspreche Anerkennung!".

Da ich in der Schweiz lebe bin ich ja nur geographisch neutral - was wäre einer reinen Männer Crew widerfahren ???

Gruss,

Chris
Sláinte,

Chris

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Offline Panta Rhei

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Re: The Saviour of the Chinese Boat
« Antwort #4 am: 05.03.2015, 22:00 »
Chris, ehrliche Antwort? Ich glaube, eine Männercrew hätte ich treiben lassen...  8) Vielleicht nicht bis Banagher, Uve, aber bis zum Abzweig zur Suck Navigation.
Es war auch schon ein wenig so, dass sich die Mädels - eine schöner als die andere - hinterher mit 1000 Verbeugungen enthusiastisch bedankt haben, während die beiden Jungs ziemlich genervt auf ihrem Boot saßen. Hatte ich Ihnen doch als Fazit ganz freundlich aber eindringlich gesagt: Maschine immer erst aus, wenn man fest vertäut ist. Ja, ich gebs zu, ich werd auch nicht gern nach einem Desaster auch noch belehrt.    ::)
Ein herzliches Ade aus Oberfranken!
Wolfgang