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Autor Thema: Linssen AC 35  (Gelesen 23804 mal)

Offline Ceki

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #15 am: 15.07.2017, 20:27 »
Zunächst mal vielen herzlichen Dank für die ausführliche Berichterstattung.
Wir fahren Anfang September mit einer der hübschen Ladies, und die Vorfreude ist kaum mehr auszuhalten.
Da verkürzen solche Berichte die Wartezeit, und man kann sich zumindest gedanklich schon mal an Bord begeben.

Um auf das Angebot zu Fragen zurückzukommen: Lässt sich die Persenning leicht zu zweit auf- und abbauen?
Wie rasch geht es? Und sollte ich dafür meinen 1,60m-Leichtmatrosen noch auf ein größer gewachsenes Exemplar austauschen?  ;)

LG
Karl

Offline Stevie

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #16 am: 15.07.2017, 20:44 »
Hallo Karl,

wenn man Frischluft haben möchte, ist es am Einfachsten die vorderen Seitenteile aufzurollen. Die hinteren Seitenteile und die am Heck kann man ebenfalls rausnehmen. Jetzt wo die Boote neu sind, ist das noch etwas fummelig, weil Klett- und Reißverschlüsse noch recht stramm sitzen. Dafür werden die hoffentlich etwas länger halten.

Komplett abbauen ist etwas mehr Arbeit, habe ich daher nicht ausprobiert. War auf der Maas auch nicht nötig. Das Dach kann man in der Mitte teilen, der vordere Teil hat links und rechts einen Streifen Stoff bis zum Boden, der das ganze spannt. Das sind dann schon eine paar Reißverschlüsse und Klettverbinder.

Positiv: Auf billige Druckknöpfe wurde weitgehend verzichtet und stattdessen TENAX-Knöpfe verwendet. Das sind diese Knöpfe, die man zum Entriegeln etwas hochziehen muss.

Gruß Stevie

Offline Franz

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #17 am: 16.07.2017, 18:48 »
Und wie ist das mit der Stehhöhe im Schiff?
Bin einmal als Gast auf der Linssen von Pik gewesen.Da rutschte ich mit 186 cm und kurzem Haarschnitt unter dem "Himmel"entlang.Dies führte unweigerlich zur unnatürlichen Haltung mit eingerolltem Nacken.
Ansonsten war das ein schönes "Schiffchen".

Gruß und Handbreit,

Franz
Einen riesen Dank an alle die diese tollen Seiten maßgeblich unterhalten und pflegen.
Informativ,unterhaltsam,zum Träumen einladend um vom grauen Alltag abzuschalten.
Gruß und Dank
Rita und Franz Ophoven

Offline Volpi

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #18 am: 17.07.2017, 11:35 »
Hallo Jochen,

vielen Dank für die zahlreichen Informationen!

Was mich unter anderem auch interessiert ist der Dieselverbrauch und brauchtet Ihr Landstrom? Ich würde mich freuen wenn auch hier wieder ich mit den Batterien mein Selbstversorger wäre.

Ich lese kräftig weiter mit und grüße aus Berlin

Petra

Offline Stevie

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #19 am: 17.07.2017, 13:35 »
Hallo Petra,

das Boot ist elektrisch hervorragend ausgestattet. Es sind 4 Batterien für die Bordversorgung verbaut, das sind 1-2 mehr, als bei vielen anderen Booten. Beispiel: Bei voller Batterie abends den Inverter eingeschaltet und diverse Geräte zum Laden angehängt, elektrische Toiletten benutzt, geduscht, Licht in Betrieb und am nächsten Morgen noch über 90% Batterieladung.

Letztere wird auf dem LCD-Panel angezeigt, wo man auch den Inverter ein- und ausschaltet. Wenn man jetzt Toaster und Kaffemaschine häufiger benutzt, wird es vielleicht etwas weniger sein. Aber ich denke alle 2 Tage mal am Landstrom sollte auch bei Wenigfahrern ausreichend sein. Aber wenn man seine 4-5 Stunden am Tag fährt, sind die Batterien sowieso voll.

Gruß Stevie

Offline injocas

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #20 am: 18.07.2017, 09:16 »
Guten Morgen zusammen.

Eigentlich hatte ich mir für den letzten Teil unseres Erfahrungsberichtes etwas Anderes vorgenommen, will aber nun erst einmal die gestellten Fragen beantworten.

Thema Verdeck.
Vorausschickend sei gesagt, dass wir das Verdeck nicht abgebaut haben, weil nicht nötig. Das Wetter war, sagen wir mal "irisch" und alle Brücken hoch genug.
Zwei Gründe kann es geben, um sich mit dem Dach näher zu beschäftigen.
1. Die Passage niedriger Brücken
2. Natur pur bei entsprechender Witterung.

zu 1. Wie schon geschieben ist die Höhe mit Dach über Wasserlinien mit 3,50m angegeben, ohne Dach, meiner Erinnerung nach, mit 2,60m
Bei niedrigen Brücken ( Caradoe Waters, Lough Allen Kanal, Ballinamore) könnte es vielleicht Probleme geben.
Zum Unterfahren von niedgrigen Brücken müssen also nur kurzfristig die 5 Stützbügen umgelegt werden. Der Steuermann/Frau wir dann aber etwas Hilfe benötigen, um unter der Plane, durch das Windschild die Brücke anpeilen zu können. Die 5 Rohrbügel stecken über die gesamte Bootsbreite in schlaufenförmigen Stoffröhren, welche mittels Reißverschlüssen zu öffnen sind. Die Bügel sind untereinander und an der Bootsbefestigung mit Gelenken versehen. Es gibt 2 Hauptbügel mit insgesamt 3 Nebenbügeln. Ich hänge am Ende ein Foto mit nachgezeichneten Bügeln für die Steuerbordseite an.
zu 2. Um das Dach komplett zu entfernen würde ich vorschlagen, zunächst alle senkrechten Flächen zu entfernen. Diese sind nicht nur aufrollbar sondern auch abnehmbar. Macht also 10 mal rundum Reißverschlüsse öffnen und ca 20 - 30 Druckknöpfe. Die drei Flächen über dem Windschild erfordern dazu noch ein wenig Kletterei. Zwischen den beiden Längsflächen bleibt ein ca 10cm breiter Mittelsteg, der mit einer Spannschnalle am Boden befestigt ist. Vorderes und hinteres Dachteil sind mit Reißverschluss und 2 Spannschnallen verbunden. Jetzt noch schnell die Bügel lösen und umlegen. Die 12 Einzelteile zusammenlegen und verstauen, fertig. Über den Zeitaufwand und den Rückbau erspare ich mir einen Kommentar. Wie schon gesagt sind dies rein hypothetische Überlegungen, ausgeführt habe ich diese Arbeiten nicht.

Grüße  Jochen


Offline injocas

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #21 am: 18.07.2017, 09:42 »
Franz - Stehhöhe
Hallo Franz, Deine Erfahrungen decken sich mit der Realität. Ich würde die Stehhöhe in den beiden Kabinen auf 1,85m schätzen, im Salon ca 2,00m. Vorsicht, die Türen sind deutlich niedriger. Dafür dürften die Betten lang genug sein.

Petra - Elektrik,Diesel

Hallo Petra, wirklichen Landstrom braucht es nur bei der Verwendung des elektrischen Boilers, funktioniert nicht mit Batterien. Allerdings hatten wir den Eindruck, dass warmes Wasser am Morgen Mangelware war. Eventuell bedingt durch den Stahlrumpf gegenüber GFK. Der Warmwassertank fasst meiner Erinnerung nach nur 50l, 2 Personen Duschen, 1 x Spülen, Tank fast leer, da ist der Boiler Gold wert.
Zum Thema Dieselverbrauch. Leider kann ich nicht mit Fahrstrecke in Kilometer oder Fahrzeit dienen, ich kann Euch nur die Route nachzeichnen und den Verbrauch.
1. Tourhälfte:  Banagher-Meelick-Banagher-Scariff-Killaloe-Drominier-Portumna Castle-Terryglass-Portumna Castle-Banagher    113l
2. Tourhälfte:  Banagher-Ballinasloe-Lanesborough-Portrunny-Lecarrow-Portrunny-Banagher       135l
Bedingt durch Anfangsproblemen mit der Motortemperatur wurde die Maximaldrehzahl am zweiten Tag von 2.400 auf 1.900 gedrosselt. Unsere durchschnittliche Marschgeschwindigkeit lag bei ca 1.700 Umdrehungen, ca 10,5 kmh
Eine Einschätzung ob dieser Verbrauch hoch,niedrig oder normal (wie der Basisleiter erklärte) ist, überlasse ich erfahreneren Forumlern.

Offline injocas

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #22 am: 18.07.2017, 10:11 »
Hier noch schnell ein paar Tips und Erfahrungen die nicht nachgefragt wurden.

Die schon gelobten elektrischen Toiletten haben zwei kleine Nachteile. Sie verleiten zum übermäßigem Nachspülen. Dies geschieht mit Frischwasser, also jede Gelegenheit zum Nachbunkern nutzen. Außerdem füllt sich der Schmutzwassertank schnell. Bei unseren bisherigen 5 Touren, über je 2 Wochen, mußte ich noch niemals einen Pumpout durchführen. Diesmal 2 x. Etwas schwierig ist dabei das Entfernen des notwendigen Gummiadapters von der Saugpistole.

Vorsicht 1 :  die Umlaufende Reling hat Mittschiffs nur 40cm (Kniehöhe), nicht ins Wasser fallen.

Vorsicht 2 :  das Boot hat, statt einer horizontal umlaufenden dicken Gummileiste, ein armdickes gespanntes Hanfseil als Rammschutz. Sieht super aus, führt aber dazu, dass die senkrecht hängenden Fenderseile daran durchscheuern. Bei unserem Zwischenstop in Banagher mußte ich feststellen, dass zwei Fender nur noch am seidenen Faden hingen, zwei weitere auch schon halb durchgescheuert waren. Bei unserer Rückkehr wurden bei X3 und X4 Hartgummi Schlauchstücke über die gefährdeten Fenderseile gezogen. Also Augen auf ob dies langfristig hält.

Als letztes noch zur Übersichtlichkeit. Ich fahre An-Ablege- und Schleusenmanöver gerne im Stehen. Dazu im Anhang noch 2 Bilder aus der gleichen Position, einmal sitzend, einmal stehend.

Habe fertig.   Gruß Jochen

Offline Stevie

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #23 am: 18.07.2017, 20:19 »
Hallo Jochen,

danke für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht!

Das Problem mit der Motortemperatur kann ich immer noch nicht nachvollziehen. Wir sind mit der X3 in Holland in der Regel mit rund 2.000 Touren und einige Abschnitte auch mal mit 2.300 U/Min gefahren und hatten nicht ansatzweise kritische Temperaturen.

Thema Pumpout: Evtl. war bei euren vorherigen Booten die Toilette einfach auf "See" gestellt, so dass der (auf allen Booten vorhandene) Tank einfach leer geblieben ist. Nicht alle Vermieter in Irland haben die Tanks in Betrieb, bzw. nicht bei allen Booten! Bei den Booten mit aktivem Tank mussten wir im Schnitt 1-2 mal pro Woche an die Pumpe.

Fender: Das sind die "real life"-Probleme eines Mietbootes ;). Eine Linssen ist sicher nicht dafür konstruiert worden, dass ständig Fender auf der Seite hängen. Das Hanfseil ist übrigens kein Hanfseil sondern ein spezieller, sehr widerstandsfähiger Kunstfaser-Werkstoff. Der dürfte eindeutig länger durchhalten, als eine Fender-Leine.

Zur vorderen Persenning und den darin fehlenden Fenstern hatte ich ein Gespräch mit einem Linssen-Mitarbeiter. Es gibt sicherlich Gründe dafür und dagegen. Für Fenster spricht auf den ersten Blick die bessere Durchsicht, die allerdings nach einigen Monaten dahin ist, weil die Fenster sowieso blind werden. Für die aktuelle Konstruktion spricht der wesentlich bessere Sonnenschutz und der bleibt dauerhaft. Ich hatte aber mit meinen 1,86m keine Probleme, das Boot im Sitzen anzulegen. Das ist schon sehr übersichtlich, auch weil der Windschild recht hoch ist und eine gute Übersicht bietet.

Die Betten haben übrigens beide das Maß 2,00 x 1,52m (im Fußbereich etwas schmaler).

Die Persenning ist schon relativ komplex auf- und abzubauen. Dafür aber absolut solide und vermutlich bei Regen auch an den Ecken und Kanten dicht. Alle Kanten überlappen und sind mit massiven Klettverschlüssen verstärkt. Wir haben nur die senkrechten Flächen rausgenommen und das Dach stehengelassen. Tipp dazu: Nicht erst im Dunkeln anfangen alles wieder zu verschließen, das kann fummelig werden. An einigen Reißverschlüssen muss man die richtige Reihenfolge einhalten, sonst klappt es nicht.

Was uns gefehlt hat, war eine kleine Beleuchtung an Deck. Wenn man Abends dort gesessen hat, wurde es schon etwas finster. Ich weiß nicht, ob Carrick Craft da vor Ort eine Lösung entwickelt hat. Ich würde beim nächsten Mal eine kleine LED-Tischleuchte mitnehmen. Aber das ist Kritik auf ganz hohem Niveau. Die Linssen ist für mich bisher das beste Boot, was ich gefahren habe.

Gruß Stevie

Offline injocas

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #24 am: 19.07.2017, 11:17 »
Hallo Stevie

Motortemperatur:  In der akuten Situation hatten wir ja schon telefoniert, allerdings habe ich noch nicht berichtet, wie die Sache ausgegangen ist. Ich erinnere mich, dass bei der ersten Störung am Samstag direkt nach Übernahme des Boots tatsächlich eine Temperatur von über 100 Grad angezeigt wurde. Der Mechaniker tippte auf einen Fremdkörper vor der Einlassöffnung, z.B. Plastiktüte. Vielleicht hat der zu tief hängende Fender vor der Auslassöffnung auch für einen Rückstau des Kühlwassers gesorgt. Beim 2. Alarm, 3 Tage später lag die angezeigte Temperatur definitiv bei ca 85 Grad. Der Mechaniker tauschte daraufhin den Temperatursensor und füllte ca 1,5l Kühlflüssigkeit nach. Danach gab es keine Probleme mehr.

Pumpout : Bei all unseren bisherigen Booten wurde das Schmutzwasser im Tank gesammelt, abzulesen an der ansteigenden Anzeige. Diese erreichte aber nach 14 Tagen niemals den Status voll. Ich habe ja auch schon angedeutet, dass diesmal die Wassermenge nach der Toilettennutzung beim  3 -4 fachen gegenüber der Handpumpentechnik lag. Wahrscheinlich der Hauptgrund für die schnelle Füllung des Schmutzwassertanks. Allerdings waren wir auch nur zu zweit auf einem 4-Personenboot. Wir mußten alle 4-5 Tage abpumpen. Wirklich gestört hat dabei nur das Hantieren mit dem Gummiadapter.

Ich möchte abschließend betonen, dass wir noch niemals so komfortabel auf einem Boot gelebt haben. Die vordere Kabine ist absolut Top, Küche oben genial. Die Persenning war für unser Wetter genau richtig. Wurde es zu warm, haben wir einige Flächen hochgerollt, wurde es zu kalt haben wir das elektrische Gebläse zugeschaltet. Eine Jacke war beim Fahren nie notwendig.

Wirklich kritisieren kann ich nur die schlechte Übersicht beim Manövrieren und den Dieselverbrauch. Ich kann mich nicht erinnern, schon jemals 250l Diesel verblasen zu haben und wir sind sonst deutlich mehr gefahren. In einem Jahr von Aghinver bis Athlone und zurück.

Gruß Jochen

Offline Stevie

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #25 am: 19.07.2017, 14:56 »
Hallo Jochen,

also bei den Booten, die ihr zwischen 2011 und 2014 bei uns gebucht habt, war definitiv bei keinem der Schwarzwasser-Tank in Betrieb. Manchmal sind die "Umschaltventile" zwischen "Tank" und "See" nicht ganz dicht und es läuft etwas Wasser hinein. Oder die Geber für die LED-Anzeige klemmen etwas und dann wechselt die Anzeige von grün nach gelb und bleibt da hängen. Keines eurer Boote hatte aber einen Toilettentank, der für mehr als 14 Tage reichen würde.

Spritverbrauch: Ich habe mal bei Carrick Craft nachgefragt, ihr hattet 37,5 Motorstunden (das wird beim Auschecken erfasst), das wären dann 6,6 Liter pro Stunde. Das würde ich im "normalen" Bereich für den großen Nanni-Diesel einordnen. Bei euren Erne-Touren wart ihr vermutlich einen guten Teil der Reise im Shannon-Erne Waterway unterwegs. Das Geschwindigkeitslimit dort drückt den Verbrauch ganz gut herunter und die Inver Princess hat einen Nanni-Diesel, der eine Nummer kleiner ist, als bei der Linssen. Nicht zuletzt spielt auch das deutlich höhere Gewicht des Stahl-Bootes eine Rolle und die Tatsache, dass der neue Motor sicher noch nicht ganz seinen optimalen Verbrauch erreicht hat.

Gruß Stevie

Offline Volpi

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #26 am: 19.07.2017, 16:08 »
Hallo Stevie,

vielen Dank mit dem Tipp für die LED Leuchte fürs Oberdeck. Werde ich mitnehmen. Anstatt Kerzenlicht. Ist auch viel ungefährlicher :-)

Danke für die doch sehr wertvollen Erklärungen. Mit mehr Sprit für ein größeres Boot und Stahlschiff rechne ich schon. Habe bereits begonnen zu sparen :-)))), will ja nicht an Steaks und Guinness sparen müssen.

Herzliche Grüße
Petra

Offline skipper

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #27 am: 20.07.2017, 07:51 »
Moin

Also ... über 6 Liter /h ist schon nicht wenig. Laut der Linssen Webseite hat die 35 AC ein Gewicht von 8,5 Tonnen - sagen wir betankt und ausgerüstet 10 Tonnen.
In ähnlicher Konfiguration (37 Fuß Stahl, 8,5 Tonnen trocken) - allerdings mit einem fast 30 Jahre alten Volvo Penta Diesel - verbrauche ich ca. 4 Liter / h bei Marschfahrt (ungefähr 2500 UPM) und 11 bis 12 kM/h.

Damit will ich aber nix gegen die Linssen-Schiffe sagen ... allenfalls ist die Wahl der Maschine nicht so glücklich gelaufen? Was aber nicht heißt, dass wir uns nicht vorstellen können, möglicherweise im nächsten Jahr mal eine dort zu chartern. Dazu würden wir uns dann bei Dir melden  8)

Beste Grüße, Peter
Mast- und Schotbruch!

Offline KarlHwrede

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #28 am: 20.07.2017, 08:03 »
Also ich verstehe die Diskussion um den Spritverbrauch sowieso nicht ganz.

1. Egal mit wem man redet , alle fahren ganz langsam  ::) . Mal ehrlich, grad auf den Seen wird doch sicherlich der Hebel ganz runtergelegt, auch wenn der Unterschied zwischen 1700 U/min und 2100 U/min bei einer Inver Duke zum Beispiel gerade mal 2 - 3 Stundenkilometer ausmacht  :-[ ... Aber das Motorengeräusch vermittelt einem das Gefühl, es geht wesentlich schneller  ;) .
2. Wenn es an der Menge Diesel zu scheitern droht, sollte man doch lieber den einen oder anderen Pubbesuch auslassen  :'( . Der Erholungswert an Bord und in der Natur ist sowieso höher als der in einem Pub ...   8)
3. Es gibt so viele Dinge die Einfluss haben auf den Dieselverbrauch , da könnte man (gibt es bestimmt auch) einen eigenen Thread aufmachen ...  ???

Gruss
Karl-Heinz

P.S. :
Im September geht's wieder los   :D und da wir keine Pubgänger sind, können wir mehr fahren  ;D ;D

Offline skipper

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Re: Linssen AC 35
« Antwort #29 am: 20.07.2017, 11:46 »
Also ich verstehe die Diskussion um den Spritverbrauch sowieso nicht ganz.

Ja, den Eindruck habe ich auch gewonnen ...

1. Egal mit wem man redet , alle fahren ganz langsam  ::) . Mal ehrlich, grad auf den Seen wird doch sicherlich der Hebel ganz runtergelegt, auch wenn der Unterschied zwischen 1700 U/min und 2100 U/min bei einer Inver Duke zum Beispiel gerade mal 2 - 3 Stundenkilometer ausmacht  :-[ ... Aber das Motorengeräusch vermittelt einem das Gefühl, es geht wesentlich schneller  ;) .

"Hebel-auf-dem-Tisch" bedeutet bei den gedrosselten Charterbooten in der Frage des Verbrauchs  nicht viel Unterschied zu anderen Stellungen - und schneller fahren heisst auch weniger Zeit was bei einem Verbrauch pro Zeit zur Erreichung eines Ziels dann in der Summe auch nicht zu so hohen Werten führt.

2. Wenn es an der Menge Diesel zu scheitern droht, sollte man doch lieber den einen oder anderen Pubbesuch auslassen  :'( . Der Erholungswert an Bord und in der Natur ist sowieso höher als der in einem Pub ...   8)

Was sagt uns das? Geld reicht entweder für Diesel oder Bier - oder wer viel Diesel verbraucht geht auch zu viel in den Pub?  ??? Ansonsten spart man bei Pubbesuchen Diesel (weil Motor aus). Oder wolltest Du sagen, Dieselverbrauch ist in jeder beliebigen Höhe zu akzeptieren - und keinesfalls zu diskutieren.

3. Es gibt so viele Dinge die Einfluss haben auf den Dieselverbrauch , da könnte man (gibt es bestimmt auch) einen eigenen Thread aufmachen ...  ???

Da hast Du imho falsche Vorstellungen: bei festgelegter Konfiguration (Rumpf, Motor, Drosselung, Gewicht) hat der Mieter eher wenig Einflussmöglichkeiten auf den Verbrauch - im Wesentlichen: Motor an oder Motor aus.

Nix für Ungut - aber da habe ich schon Verständigeres von Dir gelesen  :)

Ansonsten schöne Ferien, Peter
Mast- und Schotbruch!