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Autor Thema: KUBA (Teil 2)  (Gelesen 992 mal)

Offline paolo

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KUBA (Teil 2)
« am: 17.09.2017, 20:24 »
"Verdammte Kälte", hörte ich mich leise vor mich hin murmeln und konnte dabei im Zwielicht den Atem aus meinem Mund entweichen sehen. Und da ich die Atemluft sehr deutlich sehen konnte, schätzte ich die Temperatur in der Achterkajüte auf höchsten drei oder vier Grad Celsius. Ich schob die rechte Hand unter der Bettdecke hervor und tastete nach dem Warmluftauslass der Dieselheizung. Aber da wo eigentlich wohlige Wärme heraus strömen sollte, spürten meine klammen Finger rein gar nichts. Weder warme, noch kalte Luft. Einfach nix.
Entweder hatte die Heizung ihren Geist aufgegeben oder es war kein Diesel mehr im Heizungstank.
Ich hoffte auf letzteres und bewegte die Zehen meiner Füße und die Finger meiner Hände um den Blutkreislauf in meinen Gliedmaßen anzuregen, gab aber nach ein paar Minuten auf, denn Zehen und Finger blieben eiskalt.

Ich schlug die Bettdecke zurück, setzte mich auf die Bettkante, zog erst den grauen Cashmere Pullover über mein Schlafshirt, dann die dunkelgrüne Jogginghose über die lange Odlo-Unterhose und dann noch ein zweites paar Anglersocken an, legte mich wieder unter die Bettdecke, zog noch eine Fleecedecke übers Plumeaux und wartete darauf, dass mir nun endlich wärmer wurde.

Sturm kam auf und heftiger Regen setzte ein. Als dann noch Hagel laut auf das Dach meiner Achterkajüte prasselte, dachte ich mit Schrecken an das große Loch im Salon der Kuba auf der Backbordseite.

*

Ich hatte das zwölfmeterfünfzig Boot vor gut acht Monaten in Braunschweig gekauft und war von der Größe und der Ausstattung bis auf ein kleines Manko ziemlich begeistert. Was mir nicht so gefiel, war, dass das Schiff über keinen Seiteneinstieg, sondern nur über einen Abstieg vom Achterdeck aus verfügte. Und weil dieser auch noch ziemlich steil und gar nicht mal so breit war und mein Hund Jack auf der Treppe weder runter noch rauf klettern konnte, hatte ich schon beim Kauf beschlossen, im kommenden Winter oder Frühling von einem Fachmann einen Seiteneinstieg einbauen zu lassen.

Der Fachmann hieß dann Harry, war schon im Rentenalter und wurde mir von Hafenmeister John in meinem Winterhafen 'Allround Watersport' am Zuidlaardermeer in Nordholland empfohlen. Noch Ende Oktober hatte ich mich mit Harry auf der Kuba getroffen und wir sind dann schnell handelseinig geworden. Er nannte mir einen Preis von 1.400 Euro für die Seitentür inklusive Arbeit und Material. Da hab ich ihm direkt die Hand zum shakehands ausgestreckt und die Sache war geritzt.
Wegen viel Sturm, viel Regen, viel Schnee und viel, viel klirrender Kälte konnte Harry dann aber erst am 15. März diesen Jahres mit der Arbeit auf der Kuba beginnen. Da ich Anfang April mit meiner großen Tour nach Süd-Frankreich starten wollte, wurde die Zeit jetzt langsam schon knapp. Aber Harry meinte, wenn das Wetter mitspielt, würde er nur eine Woche brauchen. Entzückt von dieser guten Nachricht fragte ich ihn, ob er nicht auch noch die Abstiegsluke vom Achterdeck in den Salon vergrößern könnte. Da meinte er: "dat kosset aber extra", und veranschlagte 400 Piepen für die Luke.
Komm, was soll's, dachte ich, kriegen die Kinder halt nix Besonderes zu Ostern, reichte Harry meine Hand und besiegelte den Zusatzjob per Handschlag.

Bei schönstem Wetter, wolkenlosem Himmel und satten 14 Grad Außentemperatur entfernte Harry dann zwei der drei Fenster auf der Backbordseite im Salon, vergrößerte mit einem Trennschleifer das nun vorhandene Loch in der Wand und auch den Ausschnitt der Luke auf dem Achterdeck, brachte den vorgefertigten Türrahmen provisorisch an (allerdings ohne Fensterscheiben), dichtete die Löcher so gut es ging mit Folien und einer grünen Kunststoffplane ab, verzurrte alles mit Kabelbindern - und ging dann nach Hause.
"Feierabend, morje jeit et weiter", meinte Harry, sagte "tot ziens" und zog von dannen.
Da sah ich erst Harry nach und dann in den Himmel, wo langsam von Westen her dunkle Wolken aufzogen.
Scheiß Wetter-App, dachte ich, von dunklen Wolken war da doch heute morgen noch gar keine Rede. Ungläubig rief ich erneut die App auf und sah zu meinem Erstaunen, dass da jetzt tatsächlich mit Sonne in Kürze Schluss sein sollte. Egal, meinte ich zu mir selbst, du hast ja ne gute Eberspächer Dieselheizung für die Nacht und die von Harry angebrachten Planen halten bestimmt das Boot vor Regen dicht.
Da schwang ich mich auf mein Fahrrad, fuhr die zwei Kilometer zum China-Restaurant "My Wok",  gönnte mir ein Chicken-Gemüsegericht mit Knoblauch, viel frischem Chili und Reis, dazu drei Heineken vom Fass. Das Ganze für achtzehn Euro fünfzig. Da kannste nicht meckern, meinte ich, gab der netten asiatischen Augenweide einen Zwanziger, schwang mich gut gelaunt und vollem Bauch wieder auf mein Rad und fuhr im Dunklen zurück zur Kuba. Der Himmel war jetzt tief schwarz, aber es regnete keinen Tropfen. Geht doch, meinte ich und erreichte trocken das Boot so gegen 20:00 Uhr. Im Hafen von Allround Watersport, wo in der Saison über zweihundert Boote liegen, waren es jetzt Mitte März insgesamt nicht mehr als zehn. Alle anderen Boote befanden sich noch an Land, wo sie über den Winter in einer Halle untergebracht worden waren. John hatte mir mittags gesagt, er würde jetzt anfangen, ein Boot nach dem anderen aus dem Trockendock zu holen und mit seinem 15 Tonnen Kran zu wassern. Der Winter sei jetzt so gut wie vorbei und es wäre nicht davon auszugehen, dass der See noch einmal zufriert.
Die Kuba hatte ich den Winter über im Wasser gelassen. Zum einen war das viel billiger und außerdem hatte mein Boot vor Kauf noch einen sechsfach Anstrich am Rumpf erhalten plus zweimal Antifouling. Da sollte also nicht viel schiefgehen.
Am Tag hatte ich nur ein paar wenige Menschen gesehen, die ins Büro von John und seiner Frau gingen. Vermutlich, um sich über einen Liegeplatz für die Saison zu erkundigen oder sonst was. Jetzt am Abend aber war keine Menschenseele im Hafen. Ich war der Einzige, der die Nacht auf seinem Schiff verbringen wollte. Mir kam das vor wie eine Art Luxus: Ich, ganz allein auf seinem Boot in so einem großen Hafen. Wer hat das schon?

Da sowohl die Seitenwand als auch die Luke gut abgedeckt und mit Kabelbindern fest verzurrt waren, blieb mir nichts anderes übrig, als die schmale Tür an der Luke zu öffnen, legte mich auf den Bauch und glitt vorsichtig rückwärts die steile Stiege runter. Unten angekommen schloss ich die Tür von unten aus zu, ging Zähne putzen, machte mich bettfein, legte mich in die Koje in der Heckkajüte und schloss die Augen. Wind kam auf und die Kuba begann zu schwojen. Und bevor ich einschlief dachte ich noch, irgendwie wird es kälter.

*

Fröstelnd schlug ich die Bettdecken zurück, setze mich auf die Bettkante und tastete mit meinen klammen Fingern der rechten Hand im Dunklen nach dem Lichtschalter und dann sicherheitshalber nochmal zum Heizungsauslass, aber da kam tatsächlich immer noch kein Lüftchen raus. Der Schalter für die Heizung befand sich im Salon.
Draußen tobte jetzt ein richtig fetter Sturm und als ich am Bad vorbei in den Salon kam, sah ich sofort, dass die Plane, die Harry zum Abdichten des Lochs von außen an der Seitenwand angebracht hatte, alles andere als dicht war. Der Holzboden war pitschnass und mit Hagelkörnern übersät. Schöne Scheiße, fluchte ich, rutschte dann sofort auf dem glitschigen Boden aus, konnte aber einen - womöglich knochenbrechenden - Sturz durch einen beherzten Griff an das Steuerrad am Cockpit vermeiden.
Aber wie sollte ich das Loch in der Seitenwand dicht kriegen? Die grüne Plane flatterte heftig hin und her und ließ jede Menge Regentropfen durch.

Da kam mir eine geniale Idee...
Ich griff nach dem großen schwarzen Regenschirm, spannte ihn auf und drückte den Schirm von innen durch das Loch nach außen gegen die Plane und klemmte die Schirmstreben so in der Außenwand fest, das das Teil festsaß. Jetzt brauchte ich nur noch den Handgriff des Schirms mit dem Schrubber abzustützen und diesen an der Stiege mit zwei Expandergummis zu befestigen.
Und was soll ich euch sagen... das Loch war dicht... und meine Konstruktion hielt.
Yeaaaahhhh, schrie ich laut und nahm zur Belohnung einen kräftigen Schluck aus der Grappapulle.
Danach habe ich den Boden trocken gewischt.
Dabei wurde die Kuba vom Sturm kräftig hin und her geschaukelt.

Was blieb, war das Problem mit der nicht laufenden Heizung. Ich drückte auf den Schalter der Fernbedienung, das Lämpchen ging auch an, aber die Heizung nicht. Kein Diesel im Heizungstank, murmelte ich vor mich hin, hob die Abdeckung der Sitzbank hoch unter der sich der Tank befand, schraubte den Verschluss auf und blickte durch die Öffnung in den Tank hinein. Aber da war gähnende Leere und ich konnte sehen, dass da kein Tropfen Diesel mehr drin war. Scheisse, rief ich laut. Ich hatte zwar noch zwei randvolle 20-Liter-Kanister mit Diesel, aber diese befanden sich beide in der Ankerkiste vorne am Bug der Kuba und da war vom Innenraum des Bootes her kein Drankommen.
Sollte ich jetzt wirklich wieder nach draußen ins Unwetter klettern, zum Bug schliddern, dabei pitschnass werden, den schweren Kanister aus der Ankerkiste hieven, zurück zur Heckluke rutschen und dabei womöglich noch über Bord gehen?
Oder mir stattdessen noch einen kräftigen Schluck Grappa zwecks Erwärmung von innen genehmigen, einen Fleecepullover über den edlen Cashmerepulli ziehen und mit Wollmütze auf wieder in die Koje steigen?

Ich entschied mich für Letzteres.

Aber bevor ich das Licht im Salon löschte, machte ich noch ein Foto von meiner sensationellen Regenschirm-Schrubber-Abdichtkonstruktion, legte mich dann ins Bett, schloss fröstelnd die Augen und dachte wehmütig an meinen letzten Urlaub im warmen Lanzarote zurück.

Eigentlich wollte Schreiner Harry ja am nächsten morgen um neun Uhr wieder zur Kuba kommen und weiter an Seitentür und Heckluke basteln. Aber es regnete noch immer in Strömen und der Wind wehte weiterhin kräftig, sodass jegliche Operation am offenen Herzen einfach unmöglich war. Und weil Freitag war und Harry somit erst frühestens am folgenden Montag weiter arbeiten würde, beschloss ich kurzerhand zurück nach Köln zu meinem geliebten Weib zu fahren. Köln war zwar nicht Lanzarote, aber dafür haben wir zuhause einen mollige Wärme verströmenden Kamin und da wollte ich jetzt hin.
Ich rief Harry an, sagte ihm das und Harry hatte vollstes Verständnis.

Das Wetter am Zuidlaardemeer blieb aber schlecht. Ich telefonierte mit Harry und auch mit John, aber beide meinten, weiter arbeiten im Freien sei schlecht möglich. Außerdem würde dann immer auch viel Regenwasser durch die offenen Stellen ins Boot dringen.

Insgesamt hat es dann über zehn Tage gedauert, bis Harry am Boot weiter machte.
Es war jetzt Anfang April und als ich wieder nach Holland fuhr, war ich gespannt wie ein Flitzebogen.
Zuhause hatte ich mich von meinen Lieben verabschiedet und bin mit einem Koffer voller Klamotten mit dem Zug nach Kropswolde gefahren. Na eigentlich waren es drei Züge, denn in Arnheim und in Groningen musste ich jeweils umsteigen. Und in Kropswolde angekommen, durfte ich mit vollem Rucksack und zentnerschweren Koffer noch gut drei Kilometer laufen. Aber es schien die Sonne und der Marsch hat mir nichts ausgemacht.
Unterwegs kam ich an einem weißen Häuschen vorbei, das mir bisher noch nie aufgefallen war, obwohl ich da schon öfter mit dem Auto dran vorbei gefahren war. Aber jetzt gemütlichen Schrittes zu Fuß, stieß mir sofort die rote Neonreklame mit der Aufschrift "Madame Butterfly" ins Auge. Und im Fenster neben dem Hauseingang blinkte mich ein großes Herz an, in dessen Mitte "Open" geschrieben stand.
Ein Puff mitten in der holländischen Pampa, dachte ich und versuchte durchs Fenster ins Innere zu schauen, was da so vor sich ging. Da ging aber nix vor sich. Stattdessen ging die Haustür auf und ein gut gekleideter Herr so um die fünfzig kam heraus. Unsere Blicke trafen sich und er nickte mir freundlich zu, dann stieg er in einen weißen Daimler ein und ich trottete weiter Richtung Hafen. Kurze Zeit später fuhr der weiße Daimler an mir vorbei und ich dachte, hättest mich ja wenigstens ein Stück mitnehmen können, du Stiesl. Hat er aber nicht.

Als ich bei Allround Watersport eintraf, kam mir John aus seinem Büro entgegen. Wir begrüßten uns freundlich und John meinte, mein Boot würde gute Fortschritte machen. Na prima, sagte ich, ließ John stehen und ging eiligen Schrittes über den Steg zu meiner geliebten Kuba.

Und John hatte recht gehabt. Harry war mit den Holzarbeiten schon ziemlich weit gekommen. Jetzt war er bei den Feinarbeiten dran, dann müssten noch die Glasscheiben in die Rahmen eingesetzt werden, dann Gummiabdichtungen, Schlösser rein und alles in Handarbeit.
"Wenn ich gleich Feierabend mache, kannst du schon mal anfangen zu schleifen und dann zu lackieren", meinte Harry zu mir. Ach ja, Lackieren war nicht im Preis drin gewesen, musste ich selber machen.
Also ging ich zurück zu John's Laden und kaufte bei seiner Frau Sabine einen Liter Bootslack und ein paar Pinsel und Lackrollen. Da kam John hinzu und meinte, ich müsste insgesamt sieben (7!!!) Lackschichten auftragen und gab mir ein Merkblatt auf dem die Mischungsverhältnisse mit Verdünner standen. Also kaufte ich mir bei Sabine noch einen Liter Verdünner. "Und immer gut trocknen lassen und zwischendurch immer anschleifen", sagte John noch. Muss ich jetzt noch extra betonen, dass ich da bei Sabine noch ein paar Bögen Schleifpapier mit unterschiedlichen Körnungen erworben hab? Gibt's hier eigentlich keine Rabattmärkchen oder Treuepunkte oder sowas, dachte ich, hab aber nix gesagt, sondern trottete brav mit meinen Lackiereinkäufen zurück zur Kuba.
Als Harry kurze Zeit später weg war, hab ich dann direkt losgelegt. Ich wollte erstmal innen anfangen. Da stand mir der rote Feuerlöscher neben neben der Stiege im Weg. Ich weiß jetzt nicht mehr genau warum, aber ich habe den Feuerlöscher nach draußen auf dem Rundgang des Bootes abgesetzt. Da fiel das blöde Ding plötzlich um - natürlich Richtung Ufer - krachte da mit dem Kopf auf der Stahlkante des Stegs auf und fiel direkt neben der Kuba ins Wasser, wo er sofort versank. Ich stürzte sofort nach draussen, aber da wo das Teil ins Wasser gegangen war, konnte ich in der Tiefe nichts Rotes erkennen. Dafür stiegen aber in rasanter Geschwindigkeit unzählige Luftbläschen auf, als hätte man unter Wasser eine Pressluftflasche geöffnet. Durch den Aufprall musste wohl der Auslösemechanismus ausgelöst haben.
"Du liebe Scheiße", murmelte ich völlig konsterniert und leichte Panik kam in mir auf. Was, wenn jetzt der Löschschaum oder -pulver oder was sonst in dem blöden Ding drinne war, an die Oberfläche trieb und sich langsam im gesamten Hafengebiet von Allround Watersports ausbreitete und womöglich noch aufs Zuidlaardermeer trieb?
Wahrscheinlich würde ich wegen Gewässerverschmutzung verknackt und müsste eine hohe Strafe zahlen oder sonstwas.
Ich blickte um mich, ob irgend jemand vom Tauchgang meines roten Feuerlöschers etwas mitbekommen hatte. Aber da war keiner, auch John und Sabine nicht. Und immer noch stiegen endlos Luftbläschen an die Oberfläche und wirbelten das Wasser auf.
Zum Glück aber waren es nur Luftbläschen. Kein Schaum, kein Pulver kam an die Oberfläche. Schwein gehabt, dachte ich, war mir aber nicht sicher, ob das jetzt alles war. Vielleicht würden ja gleich tausende von toten Fischen mit ihren weißen Bäuchen an der Oberfläche treiben. Alle um die Kuba rum. Aber als nach endlosen zwanzig Minuten keine Luftbläschen mehr an die Oberfläche kamen, trieb nix an der Oberfläche und auch später nicht und auch am nächsten morgen nicht.

Einen tiefen Schluck aus der Grappapulle zur Beruhigung später hab ich dann angefangen, Harry's Holzkonstruktion mit 120er Schleifpapier anzuschleifen. Dann hab ich Lack und Verdünner im Verhältnis 50 zu 50 gemischt und die erste Schicht aufs Holz aufgetragen.
Stolz habe ich meine Arbeit von allen Seiten begutachtet und war sehr mit mir zufrieden.
Ich hab mir dann die Hände gewaschen, eine saubere Jeans angezogen und bin mit dem Fahrrad zu "My Wok" gefahren. Die freundliche Bedienung kannte mich wohl noch, denn als ich den von mir selbst zusammengestellten Teller mit Hähnchen, Gemüse und viel scharfem Chili zum braten im Wok auf die Theke stellte, fragte sie mich mit breitem Lächeln: "Möchten Sie auch ein Heineken vom Fass?". "Ja, gerne", erwiderte ich, "und bitte wieder Knoblauchsoße aufs Chicken".
Ich liebe Asiaten!

Knapp eine Woche später war Harry mit seiner Arbeit fix und fertig und ich hatte mittlerweile schon fünf Lackschichten aufgetragen. Es sah einfach spitzenmäßig aus und ich war glücklich.
Jan-Gert, John's Mechaniker, hatte auch schon eine komplette Motorwartung durchgeführt. "Der Motor läuft sehr gut", sagte er zu mir und ich war noch glücklicher als zuvor.
Abends rief ich Britta an und sagte ihr, das jetzt alles fertig sei. Morgen früh nur noch volltanken, dann würde ich endlich losfahren.
Mittelmeer, ich komme.

(Fortsetzung folgt)








Offline Volpi

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Re: KUBA (Teil 2)
« Antwort #1 am: 18.09.2017, 16:56 »
Ciao Paolo,

das ist ja wie in Dallas damals. An der spannensten Stelle (hält nun der Motor...?) machst Du einen Schnitt und man muss auf Kuba Fortsetzung 2 von Fortsetzung 2 warten.

Aber die Schilderung der klammen Kälte und dem anschließenden Hageleinruch war wirklich gut vorstellbar.

Freue mich auf weitere Bericht(e) von der Kuba

Petra


Offline Sammi

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Re: KUBA (Teil 2)
« Antwort #2 am: 18.09.2017, 17:03 »
Genial geschrieben. Und ich kann die Situation durchaus nachvollziehen.

Schreib weiter.
Of all the things I've lost
I'd miss my mind the most.

Offline Bernd Groten

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Re: KUBA (Teil 2)
« Antwort #3 am: 18.09.2017, 19:21 »
Lechz..... ;D

Offline odet

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Re: KUBA (Teil 2)
« Antwort #4 am: 19.09.2017, 11:36 »
Klasse. Bitte mehr.