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Autor Thema: Geständnis  (Gelesen 1689 mal)

Offline paolo

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Geständnis
« am: 12.10.2017, 20:35 »
Bin gestern Abend zurück vom Erne gekommen.
12 fantastische Tage.
Das fing schon auf der Hinfahrt an: Der Flug war pünktlich und als wir mit vollständigem Gepäck in die Ankunftshalle kamen, stand schon der Fahrer von Martins da und hielt ein Schild mit meinem Namen hoch. Also Null Sekunden auf den Transfer warten. Spitzenklasse.
Die Fahrt zu MHM dauerte nur zwei Stunden und fünfzehn Minuten. Auch Spitze..
Bei Ankunft in Killadeas stand unser Captain VI schon abfahrbereit da, die Formalitäten mit Paula waren nach fünf Minuten erledigt, perfekt den Kahn aus der engen Lücke ausgeparkt und ab gings nach Enniskillen, wo wir nach dem Einkaufen im ASDA im Café Merlot wieder sensationell gegessen haben.

Und jetzt mein Geständnis, der ein oder andere, der sich hier im Forum schon länger rumtreibt, wird vielleicht schmunzeln: Ich weiß nicht genau warum, aber zum Essen hab ich mich meinen drei Mitfahrern Werner, Uwe und Markus angeschlossen und ein Pint GUINESS bestellt.
Ich, GUINESS, ... bisher undenkbar.
Wie oft habe ich hier bei jeder Gelegenheit auf die muffige Brühe geschimpft!
Und?
Was soll ich euch sagen?

ES HAT MIR SENSATIONELL GESCHMECKT!!!

Die nächsten zwei Pints übrigens auch...
Vielleicht lag's an meinem Glücksgefühl, wieder in Nord-Irland zu sein.
Vielleicht daran, dass alles so gut am ersten Tag verlaufen war.
Vielleicht am guten Essen.
Vielleicht auch an der unglaublich hübchen und charmanten Bedienung (übrigens Italienerin :) )
Oder vielleicht auch daran, dass ich endlich mal wieder ein Boot ganz ohne Macken gefahren bin.

Egal.

Zurück auf dem Boot haben wir noch eine Büchse Lager getrunken.
Die fand ich fad und langweilig.
Und insgeheim hab ich mich schon auf die nächste Gelegenheit gefreut, wieder ein Guiness zu trinken, hahaha.

Bin also jetzt Guiness-Fan.
Klar, kalt vom Fass schmeckts besser als warm oder kalt aus der Büchse. Aber welches Bier tut das nicht?...

Aber ich war ja nicht nur zum Saufen angereist....
Am nächsten Tag sind wir rauf über White Island nach Lusty Beg gafahren.
Da gings schon kräftig an zu winden und in der Nacht hat unser Boot ganz schön geschaukelt.

Am nächsten Morgen dann ein absolutes Novum: Jenny von MHM rief mich an um mir eine Sturmwarnung für den Lower Lough durch zu geben.
Ein bisher noch nicht gekannter Service.
Ich sagte ihr, dass wir unbedingt nach Belleek und dann zum Smugglers Creek wollten. Jenny meinte, der Sturm käme zunächst von Süd-West und würde dann später nachmittags auf Nord-West drehen, dann mit Böen über 90KmH.
Das hieß für uns, von Lusty Beg erstmal gegen Wind und Welle auf die andere Seite des Sees zu fahren und dann im Schutz der Cliffs nach Belleek.
Wir haben kurz überlegt und sind dann los.
Hat bestens geklappt, kein Problem.
In der Belleek-Marina war der Steg auf der linken Seite komplett abgebaut und die Parktaschen auf der gegenüberliegenden Seite bis auf die am Pump-Out auch.
Wir haben dann am Quersteg vom Pump-Out angelegt, sind zum Smugglers gefahren, wo der Sturm kräftigst gekachelt hat und haben da an einem Tisch am Fenster auch sehr gut gegessen und wieder ein paar leckere Guiness getrunken :)

Am nächsten Morgen hatte der Sturm noch nicht nachgelassen, aber mittlerweile auf West-Nordwest gedreht.
Die Fahrt nach Tully Castle mit der Welle - teilweise um die 1,5m - im Rücken war somit auch kein wirkliches Problem.
Das Problem kann dann erst nach dem Frühstück in Tully Castle: Die Jungs kannten Castle Archdale noch nicht. Also wollten wir da rüber. Und da die Wellen dann quer kamen, sagte ich zu Werner, der da Ruderdienst hatte, Junge, fahr nie quer zur Welle, du musst kreuzen.
Das muss er aber irgendwie falsch verstanden haben. Er meinte wohl 'von einem Ufer zum gegenüber liegenden' kreuzen.
Und kaum aus der Tully Castle Bucht raus - ich war gerade unten im Salon - haben sich die Wellen richtig schön aufgeschaukelt und wir zwei volle Breitseiten erwischt.
Wir kamen uns vor, wie auf der Achterbahn.
Ich hab Werner dann flugs vom Ruderdienst entlassen und bin dann dreimal rauf und runter, mit und gegen die Welle gekreuzt und als wir dann im sicheren Hafen von Castle Archdale waren, kehrte auch wieder etwas Farbe in die Gesichter der Mannschaft zurück
Ein Höllenritt.
Aber klasse :D :D :D

Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch den Wald rauf zum ehemaligen Militärstützpunkt habe ich die Jungs dann davon überzeugen können, die Nacht nicht in der tristen Archdale-Marina, sondern stattdessen in Carrickreagh zu verbringen. Markus wollte zwar erst nicht ("... bitte nicht wieder da raus in die Wellen..."),
hat sich dann aber doch von mir überreden lassen ("Junge, da fahren wir nur mit der Welle, kein Problem...").

Der Rest der Tour war dann strapazenfrei...

Noch was zum Angeln: Angeln war teilweise total mau. In Enniskillen nix, in Belleek nix, Tully Bay sowieso nix und in der Carrickreagh Bay erst recht nix.
Den ersten Hecht haben wir erst in Naan erwischt, es folgten insgesamt noch 28.
Das war in anderen Jahren schon weitaus besser.
Mein größter Hecht war 85cm. Ein netter Bursche, aber früher gabs auch schon größere.

Aber dafür habe ich eine Angel gefangen, mit Rolle, Schnur und noch Köder dran!

Und es war meine eigene, hahaha.
Und das kam so: Beim Schleppen gegenüber der Derrilyn Kirche wurde mir das bloße Hinterherziehen des Köders zu langweilig und da habe ich während der Fahrt immer knapp das Ufer angeworfen.
Es war kalt. Und ich hatte meine DAM Fleecehandschuhe an. Und als ich mal wieder ganz elegant den Köder Richtung Ufer warf, rutschte mir der Angelgriff aus der Hand, der Köder flog im hohen Bogen weg und die ganze Angel gleich hinterher.

Hahahahahahaha.

Ich wollts nicht glauben.
Und weil diese Angel keinen Korkgriff hat, ist sie dem Sinkerköder auch sofort in die Tiefe gefolgt und die Schnur gleich mit.

War das scheisse.
Vor allem weil eine Franzosenbesatzung ganz in der Nähe alles mitbekommen hat.
War das peinlich....

Ich hab dann an Werners Angel einen fetten Sinker montiert und diesen dann immer wieder ganz langsam über die Stelle gezogen wo ich mir sicher war, dass da Angel, Schnur und Köder liegen mussten.
Über eine halbe Stunde lang.
Kein Erfolg.
Ich hab dann zu den Jungs gesagt, ich würde sie zum Captain VI zum Crom Jetty zurückfahren, dort sollten sie ne Runde spazieren gehen und ich würde es alleine nochmal mit der Bergung von Angel, Schnur und Köder versuchen.
So gesagt, so getan.
Ich bin dann zurück zu der Stelle meines Waterloos gefahren, hab den Köder auf den Grund gesenkt und bin dann ganz langsam einmal 30 Meter rauf und wieder runter gerudert.

Hab den Köder dann wieder ganz langsam geborgen.
Und da... da hing tatsächlich die verlorene Schnur am Drilling.

Da ist sie ja, dachte ich und hoffte inständig dass sich der Bügel von der Rolle beim Wurf selbst geschlossen hatte, da sonst die Gefahr bestand, dass es beim Einholen der Schnur irgendwann 'Pling' macht, ich Schnur und Köder zwar einhole, aber die Angel nebst Rolle am Grund des Ernes verblieben.
Ganz vorsichtig zog ich also die Schnur ein.
Nach ein paar Metern hatte ich den verlorenen Köder in der Hand.
Jetzt gaaaanz vorsichtig weiter Schnur einholen und bitte, bitte kein 'Pling'.
Es waren 150 Meter Schnur auf der Rolle. Und der Rollenbügel noch offen, sonst wäre ja nicht Meter um Meter Schnur hoch gekommen...

So zog ich einen Meter Schnur nach dem anderen  ein.
Und wieder fuhr ein Franzosen-Dinghy an mir vorbei und die Franzmänner schauten belustigt zu mir rüber.

Und dann merkte ich plötzlich Widerstand an der Schnur.
Jetzt ganz vorsichtig, Junge.
Gaaanz langsam.
Und plötzlich kam die Rute hoch.
Ich schnappte sie mir an der Rutenspitze und hatte Tränchen in den Augen vor Glück.
Unfassbar.

Zuerst wollte ich noch die riesige Schnurperücke entwirren, hab das aber nach gut zehn Minuten sein gelassen.
Stattdessen hab ich den geborgenen Köder an die andere Rute montiert und hab auf der Fahrt zurück zum Crom Jetty wieder geschleppt.

Die Rute geborgen und jetzt noch nen Hecht fangen, dachte ich, da würden die Jungs aber Bauklötze staunen.
Auf dem See vor Gad Island aber kein Biss.
Ich dachte schon das gibt nix mehr.

Aber dann, zehn Meter hinter dem Marker an der Crom Einfahrt plötzlich ein kräftiger Ruck in der Angel.
Den jetzt noch landen und sofort fotografieren, für die Jungs...
Dann hatte ich den Hecht am Boot und ohne Kompromiss im Nacken gepackt, ins Boot geholt und noch mit Köder im Maul sofort abgelichtet.
Yeeeeaaaaah.

Der Hecht hats schadlos überstanden und ich fuhr mit stolzgeschwellter Brust zurück zum Captain VI.
War das geil.
Und die Jungs sprachlos.

Wie Ihr seht, bei mir ist beim Bootfahren immer was los
:D :D :D

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Offline oliver k.

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Re: Geständnis
« Antwort #1 am: 12.10.2017, 21:28 »
ES HAT MIR SENSATIONELL GESCHMECKT!!!

"Mann" soll die Hoffnung nie aufgeben. Willkommen im Club der "Guinnesstrinker"  8)

.... Junge, fahr nie quer zur Welle, du musst kreuzen.

Was ist bei dir "quer" zur Welle??
Also für mich ist "kreuzen" quer zur Welle. Und wenn ich "parallel" zur Welle fahre, schaukelts das Boot auf. Mach ich 'nen Denkfehler, oder ist das 'ne Ansichtssache wie man "quer" definiert  ???

Oliver
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Offline paolo

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Re: Geständnis
« Antwort #2 am: 12.10.2017, 22:30 »
Hi Oliver,
wenn die Welle von vorne kommt und du mit dem Bug voraus gegen die Welle fährst, dann kreuzt du sie.
(Stell dir einfach sinnbildlich ein Kreuz vor...).
Kommt die Welle von der Seite , also wie du sagst 'parallel', dann fährst du quer zur Welle.
Kommt die Welle 'Von hinten', fährst du 'mit' der Welle.
Also ist 'gegen' die Welle und 'mit' der Welle fahren = kreuzen

Dieses 'kreuzen' machst du natürlich nicht immer genau im 90 Grad Winkel, sonst würdest du ja nur vor und wieder zurück fahren und kämst  deinem Ziel nicht viel näher.
Bei höheren Wellen wird vom Ruderführer daher einiges abverlangt: Ein ständiges Korrigieren des Kurses. Gegen die Welle im 80-90 Grad Winkel, dann nach der Welle sofort 'abfallen', um dann bei der nächsten Welle direkt wider den Bug gegen die Welle im 80-90 Grad Winkel zu ziehen.

Wirklich böse wird es bei einer sogenannten 'Kreuzsee'. Da kommen die Wellen dann aus zwei Richtungen, kreuzen sich also selbst.
Da bleibt vielen Kapitänen dann nur noch Beten übrig und viele Schiffe sind dann auch tatsächlich schon gekentert...
Alles klar?
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Offline oliver k.

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Re: Geständnis
« Antwort #3 am: 12.10.2017, 22:51 »

.... sag ich doch.
Wenn die Welke von der Seite kommt, fahre ich parallel. Wellen von vorne kreuze oder über"quere" ich.  ;)

Mir ist schon klar wie ich da fahren muss. Hab ich ja im Mai erst wieder unten auf'm Lough Derg erlebt. Ist halt doch eine Sache det Betrachtung.  ;D
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Offline paolo

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Re: Geständnis
« Antwort #4 am: 12.10.2017, 22:55 »
Hahaha
Letztlich ist es völlig egal, wie du's nennst...
Die Hauptsache ist, dass du bei höherem Wellengang die Wellen kreuzst (denk wieder ans Kreuz) und niemals quer zur Welle fährst  ;D :D ;D
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Offline oliver k.

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Re: Geständnis
« Antwort #5 am: 12.10.2017, 23:10 »
Jetzt bin ich selber neugierig geworden. Muss ich morgen direkt mal googeln, ob es da irgendwelche nautischen "Fachbegriffe" gibt,  8)
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Offline Willi

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Re: Geständnis
« Antwort #6 am: 12.10.2017, 23:50 »
Hallo Oliver,

dann google auch mal nach "cross waves" die gibt es meistens an Parkers Point oder am Lower Lough Erne, nahe der Tally-Bay wenn du Richtung Belleek fährst.  ;D

Hi Paolo,

top Storys übrigens, der Fortsetzungsroman von Kuba. Ich denke mir ich kenne die Ecken. Respekt  ;D

Grüße Willi





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Offline Stevie

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Re: Geständnis
« Antwort #7 am: 13.10.2017, 09:00 »
Da bleibt vielen Kapitänen dann nur noch Beten übrig und viele Schiffe sind dann auch tatsächlich schon gekentert...

Aber sicher nicht auf den irischen Binnegewässern  ;). Bevor jetzt hier mitlesende Neulinge eine Panikattacke bekommen  ;D.

Gruß Stevie

Offline Klaus

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Re: Geständnis
« Antwort #8 am: 13.10.2017, 11:45 »
Und was, wenn man mitten auf dem Fluss von einem 12m-Brecher überrascht wird?

 ;D
Klaus

Offline lisnarick

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Re: Geständnis
« Antwort #9 am: 13.10.2017, 13:09 »
Hallo an alle "Wellenreiter", über L.Ree und L.Derg kann ich nichts sagen, aber etwas zum LLE . Und damit Willi von gestern Abend bestätigen. Mit Booten ab 30-32 Fuss  wohl weniger wichtig, aber... ich bin meist alleine mit einer Carlow unterwegs. Und da gibt es einen Bereich , der mir, wie aus dem Nichts  schon mehrmals Probleme gemacht hat wegen cross-waves. Es ist der Bereich, wenn man von Inishmacsaint kommend (mit Owl/Goat Island an Steuerbord) auf Rabbit Island zufährt (Marker 54B). Mich überraschten schon mehrmals ungewöhnlich hohe Wellen schräg von vorne aus beiden Richtungen kommend. Nach Erreichen von Rabbit Island, egal welche Seite,  beruhigte sich die See auf erwartetes, windstärkenabhängiges Normalmass.
Stevie: keine Panikmache, natürlich nicht, es geht mehr um die bootssportliche Herausforderung - unter Wahrung des Sicherheitsgedankens. Und vielleicht ist es doch ein Tipp für Anfänger im Revier, nicht besserwissend gemeint, so von Skipper zu Skipper.
Noch zu Klaus: Monsterwaves sind ja immer wieder ein Thema in der Hochsee-Schifffahrt, früher belächelt, heute bitterer Ernst und anerkannt. Frage: gibt es Berichte von Extremwellen auf grossen Binnenseen?
Danke für Hinweise Gruss Lisnarick

Offline Klaus

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Re: Geständnis
« Antwort #10 am: 13.10.2017, 14:24 »
In Europa nicht.
Auf den meisten Seen sind “bauartbedingt“ keine allzu großen möglich (bei ~2m Wassertiefe geht halt nicht viel). Dazu kommt, dass kein See lang genug ist (Wellen unterschiedlicher Wellenlänge müssen sich auch aufbauen können - 5-10km reichen da für nix). In Kanada z.B. sieht‘s da anders aus: In den großen Seen kann man wunderbar nach (teilweise richtig großen) Wracks tauchen.

Klaus

Offline paolo

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Re: Geständnis
« Antwort #11 am: 13.10.2017, 16:01 »
Hier ein Beispiel, wie fatal es sein kann, plötzlich quer zur Welle zu stehen, auch wenn die Welle von achtern kommt. Vielleicht wäre es hier besser ausgegangen, wenn der Fahrer mehr oder sogar Vollgas gegeben hätte. Zumindest hätte er dann mehr Ruderwirkung gehabt.
Aber wie Stevie schon gesagt hat: DAS passiert einem auf Irlands Binnenseen mit Sicherheit nicht.
https://youtu.be/Bm3dLCfrILI
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Offline KarlHwrede

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Re: Geständnis
« Antwort #12 am: 13.10.2017, 16:16 »
Mehr Gas ist aber mit Mietbooten nicht möglich :-)

Wie hat Mickey McCaldin mit einem dicken Grinsen im Gesicht mal gesagt, als ich fragte ob die Gefahr besteht umzukippen auf dem See :

Erst versagt der Mensch , dann lange nichts und dann das Boot ...

Offline paolo

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Re: Geständnis
« Antwort #13 am: 13.10.2017, 16:19 »
Stimmt, aber auf dem Video siehts so aus, als hätte der gar kein Gas mehr gegeben. Jedenfalls sieht man am Heck nix sprudeln
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Offline Stevie

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Re: Geständnis
« Antwort #14 am: 13.10.2017, 17:01 »
Stimmt, aber auf dem Video siehts so aus, als hätte der gar kein Gas mehr gegeben. Jedenfalls sieht man am Heck nix sprudeln

Im entscheidenden Moment zu langsam, falscher Kurs und was am Schlimmsten ist, die Crew turnt auf dem Bug herum und trägt keine Life-Belts. Man sollte halt damit rechnen, dass sich die Wellen irgendwo in Ufernähe brechen. Hätte ihn die Welle genau von achtern erwischt, wäre vermutlich nicht viel passiert.

Gruß Stevie