Shannon-Forum

Autor Thema: Hausboot und Heizung  (Gelesen 710 mal)

Offline HJ

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Hausboot und Heizung
« am: 03.04.2018, 12:42 »
wie schon im anderen Thema erwähnt ist der nächste Törn für Ende
September angedacht. Schon mal jetzt ganz laienhaft gefragt - gibt es
Unterschiede in Qualität, Leistung und Bedienerfreundlichkeit - was die Heizungen
auf den irischen Booten anbelangt.
Hab mich bisher noch nie so richtig kümmern müssen.
Gruß
HJ

Offline KarlHwrede

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Re: Hausboot und Heizung
« Antwort #1 am: 03.04.2018, 20:41 »
Also, Heizung ist nicht Heizung ist nicht Heizung....

Wir hatten bisher nur die "Eberspächer" Dieselheizung. Bei eventuellen Gasheizungen oder so können wir nicht mitreden, aber bei den Dieselheizungen eben :-)

Alsoooo... bei unserem ersten Bootsurlaub hatten wir eine Townstar , auf der die Heizung nur ansprang und lief, wenn auch der Motor lief. Inzwischen wissen wir, das es an der Batterie lag die leer war , aber damals wussten wir sowas noch nicht.

Dann haben wir den Vermieter gewechselt und die ersten Jahre keinerlei Probleme mehr, aber in den letzten Jahren gab es dann doch hin und wieder ein Problem, das aber nach einem Telefonanruf umgehend beseitigt wurde, einmal sogar im Lough Key, weil gedacht wurde Vermieterseits, es wurde nicht genug gefahren.
Bei anderen die wir trafen, von einem anderen  Vermieter, ist es allerdings so gewesen das Ihnen schon beim losfahren gesagt wurde, das der Motor beim heizen laufen muss.......und das nur, um nicht noch eine neue Batterie einzusetzen, beim letzten Törn...

Seitdem ist das erste was wir machen wenn wir an Bord gehen , die Heizung zur Kontrolle anwerfen und die Toiletten bedienen, was aber eine andere Geschichte ist...

Gruss
Karl-Heinz

Offline paolo

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Re: Hausboot und Heizung
« Antwort #2 am: 04.04.2018, 04:36 »
Die angenehmste Heizung auf irischen Booten hatte ich auf einer 1120R Penichette von Locaboat: Eine zentrale Warmwasserheizung.
Ansonsten halt nur Gebläseheizungen, die nur trockene Luft ausblasen.
Hab ich auf meinem eigenen Boot auch, mag ich aber nicht. Deshalb geht bei mir die Heizung nur im Notfall an, z.B. nach ner langen Regenfahrt im Dinghy, ansonsten: lange Unterhose, Jogginghose, zwei paar Socken und zwei Pullover.

Und vielleicht noch nen satten Schluck aus der Grappapulle. Äähh, ... in Irland natürlich Jameson  ;D ;D ;D
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Offline bádoir

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Re: Hausboot und Heizung
« Antwort #3 am: 04.04.2018, 08:23 »
Die angenehmste Heizung [.......] Eine zentrale Warmwasserheizung.

Das kann ich uneingeschränkt bestätigen. Zumindest am Saisonrand könnte man  das in die Bootsauswahl einfließen lassen.

Zu den Eberspächern: Zumindest im Auto ist es eindeutig so, daß da eine Mindestspannung anliegen muß. Bei Unterspannung betrieben, verkokeln die, was einen aufwendigen Service nach sich zieht. Ich denke, dass neuere Modelle jetzt eine Unterspannungssicherung haben, die verhindert, daß bei altersschwacher oder stark entladener Batterie die Heizung überhaupt anspringt.

Grüße,
bádoir

Offline skipper

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Re: Hausboot und Heizung
« Antwort #4 am: 04.04.2018, 08:34 »
Moin

Du wirst wohl in der Hauptsache eine Diesel-Warmluftheizung vorfinden ... Gas ist schon lange verboten.

Wie Paolo schreibt, ist eine Zentralheizung mit Warmwasserzirkulation durch Heizkörper die angenehmste Variante (unser nächstes Schiff wird neben einer vernünftigen Isolierung so eine Heizung haben). Allerdings ist diese Variante teurer und aufwändiger als die inzwischen "klassische" Dieselheizung und deshalb eher selten und wenn dann im privaten und/oder höherpreisigen Segment zu finden.

Vorteile der Dieselheizung sind erträgliche Installationskosten, rasche Erwärmung (bei angemessener Leistung und Installation) und Brennstöff wird aus dem - meistens hinreichend groß bemessenen - Dieseltank bezogen. Genereller Nachteil der Warmluftheizungen ist, dass nicht die Oberflächen erwärmt werden sondern die Luft - "fühlt" sich nicht so angenehm an und kühlt viel schneller (eigentlich sofort beim abschalten) wieder aus.

Mach´ Dir keinen Kopf um die Heizung und ihre konstruktionsbedingten Unterschiede - Du must ohnehin benutzen, was Du an Bord vorfindest (höchstwahrscheinlich Diesel-Warmluft-Heizung) ;)
Wenn überhaupt bedenke, dass eine Dieselheizung beim Start ca. doppelt so viel Strom zieht wie beim Normalbetrieb (unser älteres Modell bis zu 10A berim Start und 4A im Betrieb) - daher den Tip mancher Vermieter, den Motor beim Start laufen zu lassen durchaus ernst nehmen, wenn er davon spricht. Hat er für ausreichend Batteriekapazität gesorgt, wird er es nicht anregen.

Mach sie an, wenn Dir/Euch kalt ist und gut ist das  :)

Beste Grüße, Peter
Mast- und Schotbruch!

Offline Stevie

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Re: Hausboot und Heizung
« Antwort #5 am: 04.04.2018, 08:43 »
Auf den moderneren irischen Mietbooten sind in der Regel Warmluft-Heizungen von Eberspächer oder Webasto verbaut. Einzelne Modelle haben auch eine Warmwasser-Heizung, die entweder Heizkörper versorgt (bei einigen Penichetts-Modellen) oder Wärmetauscher in den Kabinen haben, die Warmluft erzeugen (z.b. die Roscommon). Ganz selten findet man noch Gasheizungen (z.B. bei einem Teil der Noble Chancellor Boote von Manor House). Wenn die Batterien in Ordnung sind, kommt man eigentlich mit allen Modellen klar. Ende September ist auch nicht so kritisch, da die Temperaturen nachts minimal im hohen einstelligen Bereich liegen.

Die Heizungen der letzten 10 Jahre sollten alle eine Unterspannungs-Abschaltung haben. Am meisten Strom benötigt die Heizung in der Kaltstart-Phase, bei schwächelnden Batterien hilft es oft, die ersten 10-15 Minuten den Motor mitlaufen zu lassen.

Gruß Stevie

Offline HJ

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Re: Hausboot und Heizung
« Antwort #6 am: 04.04.2018, 11:14 »
Besten Dank für die zahlreichen Antworten. Ich würd s ja auch wie Paolo händeln, aber es soll ja
Leute geben, die sich selbst bei 20 Grad noch ne Decke umlegen. Aber ich denke -
- der goldene Oktober wird s schon richten.
Gruß
HJ

Offline paolo

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Re: Hausboot und Heizung
« Antwort #7 am: 05.04.2018, 03:30 »
Manchmal ist so ne Heizung sogar kaputt. So wie die auf meinem Kahn...
Demnächst erzähle ich euch von meiner Abfahrt am 02. November (!!!) aus Verdun zurück nach Maastricht über die Maas.
Die blöde Dieselheizung wollte nicht anspringen.
Dann habe ich in der Bedienungsanleitung gelesen, dass man die Heizung auch im Sommer alle zwei Monate mal anwerfen sollte, so wie ne Klimaanlage im Auto im Winter. Hatte ich natürlich nicht gemacht.

Also denn: Sechs einhalb lange Tage bei Wind und Wetter und teilweise unter Null Grad (nachts sowieso...) und morgens immer fetter Nebel mit vielleicht 20m Sicht...
Bin natürlich trotzdem die komplette Strecke vom Aussensteuerstand gefahren. Und nachts... na ja, hab ich mich halt dick angezogen und dann unter zwei Decken inne Koje :-)

Unterwegs hat’s auch zweimal ziemlich gerumst.
Erzähle ich euch aber ein anderes Mal. Bin mit der Familie seit zehn Tagen auf Rundreise in Kanada und USA

Bis die Tage, paolo
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