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Autor Thema: Green Farm Festival (1/2)  (Gelesen 267 mal)

Offline bádoir

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Green Farm Festival (1/2)
« am: 02.07.2018, 16:49 »
Hallo,

hier mein Bericht zum Green Farm Festival 2018 in Hallbergmoos. (Bild 01)

Für Freunde irischer Landschaft hat das Erdinger Moos etwas Heimeliges, nicht nur, weil es in der namengebenden Stadt ein uriges Pub gibt. Unzählige Bäche, Seen, Weiher  und Flüsschen (02, allesamt leider nicht schiffbar  :( ), Hecken, die der optimierten landwirtschaftlichen Nutzung noch nicht zum Opfer gefallen sind, erinnern ebenso ans gelobte Land wie Reiher, Kiebitze und Eisvögel. Schafe sind jede Menge zu sehen, und wie in Irland sind die Einzelgehöfte weit über die Landschaft verstreut. (03) Schmale Straßen mit abenteuerlich engen Kurven und illusorisch hohen Geschwindigkeitsbeschränkungen  machen die Illusion perfekt. (04)  Auch Moosgeister gibt es - allerdings in flüssiger, höchst aromatischer Form. (05)

Kaum ein Ort auf dem Festland eignet sich besser für ein zweitägiges Festival Irischer Musik. So dachte der Deutsch-Irische Freundeskreis Bayern auch 2007 und etablierte auf dem großen Hof (06) eines aufgeschlossenen Landwirts das Green Farm Festival, das  seither, mit einer Unterbrechung 2017, jährlich stattfand.

Da ist der Schreiber dieser Zeilen Stammgast und möchte  Euch ein auch wieder ein bisschen teilhaben lassen- mit einer Empfehlung fürs nächste Jahr.

Das ganze findet statt auf dem Hauslerhof,
http://www.hausler-hof.de/
wo es auch sonst einige interessante Veranstaltungen gibt. Hier gibt es drei Bühnen, eine in einem rustikal dekorierten Saal (07), eine in einem beheizbaren Zelt, und eine im Freien. Ein Badesee und viel Landschaft, in der man sich zwischendurch die Füße vertreten kann, machen den Tag perfekt.

Das gastronomische Angebot ist reichhaltig und teilweise auch irisch inspiriert (Dublin Pfanne, Irish Stew, Irischer Feuerspieß usw.) Das sah alles recht lecker aus, aber den Test muss ich schuldig bleiben, weil mir die Portionen einfach zu groß waren. Auch die überdimensionierten irischen Burger, die man ohne eine Boa Constrictor in der Ahnenreihe nicht verschlingen kann, blieben vor mir  verschont. Ein paar kleinere Brotzeiten (Wurstsalat usw.) gab es allerdings auch, allerdings wäre etwas typisches Pub Grub wie Sandwiches usw. noch ganz nett. Nun ja, man ist ja flexibel, so gab es bei mit eine Rológ Builín Feoil (Leberkässemmel); ansonsten wandte ich mich der besser dosierbaren Flüssignahrung zu. Neben Bieren örtlicher Brauereien gab es natürlich Guinness und Magners. Kilkenny und Newcastle wurden leider gestrichen, dafür gab es den relativ neuen Beerencider.

Erwähnt werden muss auch die Freundlichkeit des Personals, das in den Pausen ja oft ziemlichen Andrang zu verkraften hat. Sehr gut ist auch der kostenlose Shuttlebus zur nächstgelegenen Bahnstation, immerhin 3 Kilometer. Schön, dass auch an Kinder gedacht wird, denen eine Flotte landwirtschaftlicher Miniaturfahrzeuge mit Tretantrieb zur Verfügung steht. Neu ist die Traktoreisenbahn (08)

Fortsetzung folgt
« Letzte Änderung: 02.07.2018, 20:04 von bádoir »