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Autor Thema: Spontaner Hausbooturlaub ab Marina Buchholz über die Mecklenburgische Seenplatte  (Gelesen 5917 mal)

Offline bádoir

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Gibt es dort eigentlich auch Brücken, wo man das Verdeck umklappen muss?

Hi Josey,

Brückenhöhe Lenz, Mirow : 4,00 m. Die anderen sind noch höher. Nur Plau ist (ungehoben) niedriger: 2,20 m, und in Malchow muß auf jeden Fall geöffnet werden.
Die Höhen sind natürlich wasserstandsabhängig, aber da tut sich in dem Revier nicht so viel. Nach Google Earth 2018  ist in Plau noch keine Ampelanlage für die Schiffe,
sodaß man es mit einem niedrigeren Boot auch auf eigene Faust schaffen kann und darf.

Grüße,
bádoir

https://goo.gl/maps/G4RMAL114sYE51BNA
« Letzte Änderung: 27.05.2020, 10:32 von bádoir »

Offline Joesy

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Super. Dann müssen wir wahrscheinlich nur in Lenz umklappen. Wir haben nämlich 4,40m Bootshöhe.

Nun müssen wir nur noch hoffen, dass wir abends einen freien Anleger bekommen.

Liebe Grüße
Joesy

Offline bádoir

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Oha, da habt ihr einen großen Kahn. (welchen?) ;D
Falls ihr das nicht schon habt:
https://nvcharts.com/shop/de/binnenkarten/nv.-binnenband-2-berlin--mecklenburger-gewaesser
weitere Infos, jetzt erst endteckt:
https://nvcharts.com/shop/de/binnenkarten/nv.-binnenband-2-berlin--mecklenburger-gewaesser
Da ist die Höhe in Plau auf einen anderen Wasserspiegel bezogen. Aber auch OFFEN wird es mit 4,38 m wohl eine Klappaktion geben. Ebenso in Vipperow, falls es euch doch noch etwas nach Süden zieht.

Grüße,
bádoir
« Letzte Änderung: 27.05.2020, 15:36 von bádoir »

Offline Joesy

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Ja, die Gruno 38 für 4 Personen ist recht hoch.
Hier die Maße:

Maße   12,4m x 4,10m
Tiefgang   1,10 m
Brückendurchfahrtshöhe    3,60 m (mit Cabrio)
    3,90 m (mit Windschutzscheibe)
    4,40 m (ohne Windschutzscheibe)
    4,40 m (mit Mast)
Wassertank   500 l
Fäkalientank   180 l
Motor:   Deutz, Diesel 128 PS
Kraftstofftank   500 l
Seitenstrahlantrieb   Bugschraube, Heckschraube
 
Die Seekarten haben wir an Bord.
Zzgl. dann noch die App.

Danke nochmals für deine hilfreichen Tipps.

Liebe Grüße Joesy

Offline Joesy

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Hallo Zusammen!
Wir sind wieder zurück von der Mecklenburgischen Seenplatte und restlos begeistert von dem Gebiet.
Wettertechnisch war es eher so, wie wir es Ostern von Irland gewohnt sind. Nur wenige Tage erreichte das Thermometer über 20 Grad. Die ersten beiden Tage war es sogar so stürmisch, dass wir unseren Plan, zuerst über die große Müritz zu fahren, schnell über den Haufen warfen.
Wir fuhren stattdessen bis Mirow und dann weiter bis Rheinsberg und wieder zurück. Die zweite Woche dann Rechlin, Waren, Malchow und zurück. Dazwischen haben wir mehrmals über Nacht geankert. Das waren die Highlights schlechthin für mich. Die Natur ist unfassbar schön und den Sonnenauf- oder Untergang auf dem See zu erleben, ist traumhaft schön.
Anders als vorher gelesen, haben sich alle Bootfahrer freundlich gegrüßt und geholfen, die Hafenmeister waren sehr hilfsbereit und lustig und wir bekamen immer einen Platz. Aber: wer zu Coronazeiten in ein Restaurant gehen will, muss einen Tag vorher reservieren. Ansonsten scheint Corona außerhalb der Supermärkte kaum ein Thema zu sein....

Wer mit Kindern reist sollte in Malchow am Stadtanleger neben der Drehbrücke anlegen und ca. 3 km bis zur Sommerrodelbahn und dem Affenwald spazieren. Es lohnt sich. Das kleine DDR Museum war auch nett.
Toll ist der Ausblick vom Hafen abends auf das beleuchtete Kloster. Bei Don Camillo haben wir (wie empfohlen) sehr lecker gegessen. Reserviert haben wir zwei Tage vorher....

In Rechlin haben wir das Luftfahrttechnische Museum angesehen. Lohnenswert!
Sehr gut gegessen haben wir im im Restaurant Möwennest im Yachthafen Rechlin.

In Waren hat uns der Schaugarten gut gefallen, aber auf das berühmte Müritzeum hatten wir keine Lust. Leckeren Fisch aßen wir im Alten Reusenhus.

Klink haben wir uns auch angesehen, aber übernachtet im hübschen Sietow Dorf. Danke für den Tipp. Wären wir sonst vorbei gefahren. Urig, gemütlich und ein Hafen mit schönem Ausblick und Strand.
Ebenso hübsch der Yachthafen Röbel. (Sehr hübscher Ort und besten Zander im Restaurant Seglerheim gegessen, reservieren!)
Sehr gut hat es uns auch vor dem Strandhotel in Mirow gefallen. Man kann von dort sowohl die Schloßinsel besichtigen, wie auch am See Spazierengehen. In der Siedlung hinter dem Hotel verkaufen Einheimische Honig, Likör und Marmelade direkt vor den Häusern (man zahlt in eine Kasse und nimmt sich die bezahlte Ware).
Sietow Dorf, Yachthafen Röbel und Strandhotel Mirow und Stadthafen Malchow waren für uns die schönsten Anleger.  Schöner waren nur die Nächte, die wir geankert haben.

Wir waren ja leider mitten in der Hochsaison. Beim Fahren und Ankern hat das niemanden gestört. Auch innerhalb der Häfen spielte es keine Rolle.
Katastrophal sind die Wartezeiten vor den Schleusen.
Deshalb unbedingt früh morgens, oder abends durchfahren. Nach 18.00h haben wir, ohne Wartezeit 3 Schleusen durchfahren. Dafür haben wir über 4 Stunden vor der Schleuse Wolfsbruch und Mirow gestanden.
Beim nächsten Mal halten wir uns an die Empfehlungen und dann wird es noch schöner.

Die Ankerplätze verrate ich nicht, aber ihr würdet selbst genügend tolle Plätze finden.

Aber ganz ehrlich: einen Anfänger würde ich niemals in die engen Häfen von Deutschland schicken, sondern an den Lough Erne oder Shannon. Meiner Meinung nach ist es teilweise unverantwortlich und nicht ganz ungefährlich.
Noch ein Nachteil zu Irland sind die Hafengebühren (oft zzgl. Wasser und Müll).
Landschaftlich hat es mir sogar noch besser gefallen.

Fazit: beide Reviere haben ihre Vor- und Nachteile.
Wir fahren bestimmt nochmal nach Meck. Pomm. und Brandenburg und nach Irland sowieso.

Danke nochmal für die vielen hilfreichen Tipps.

Liebe Grüße Joesy

Offline bádoir

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....aber auf das berühmte Müritzeum hatten wir keine Lust.

Hi Joesy,

...............was bei der beknackten Website vom Müritzeum kein Wunder ist. ;D

Ich kenne nur das alte Müritzeum, aber das fand ich durchaus sehenswert.
BTW: Wie weit ist die Automatisierung der Schleusen im Revier gediehen?

Viele Grüße,
bádoir

Offline Joesy

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Selbstbedienung galt für uns nur an der Schleuse Wolfsbruch. Ansonsten bediente der Schleusenwärter die Schleuse.

Wir standen in Waren vor der Wahl Müritzeum, oder Schaugarten und haben uns für letzteren entscheiden. Dort, auf der Terrasse des Cafés noch gemütlich einen Cappuccino mit Ausblick auf den See und Waren genossen. Herrlich!

Uns haben die Städtchen an den großen Seen sehr gut gefallen, aber das Erlebnis „Hausboot und Ankern in der Natur“ war für uns das Besondere an der Tour. Möchten beim nächsten Mal noch Richtung Fürstenberg fahren.


Liebe Grüße Joesy

Offline Joesy

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Nachtrag:
Der Wasserstand war laut Aussage unseres Charterers 20 cm unter den Kartenangaben.
Dadurch mussten wir nur einmal die Persenning umklappen. Die Brücke hatte glaube ich 3,80m und war Rg. Rheinsberg.