Shannon-Forum


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Zusammenfassung

Autor: Viennaboy
« am: 03.09.2018, 18:17 »

ich seh das ziemlich entspannt. Es wird sich für TOURISTEN AM BOOT mMn genau 0 ändern. Es wird keine Visum für EU-Touristen geben. Was ich mir vorstellen könnte, Vermieter müssen vielleicht eine Art permit haben, um NI und IRL zu befahren. Wird aber ein Problem des Vermieters werden. Die Freizeitkapitäne werden davon nichts mitbekommen und im SEW werden auch keine Grenzbalken gelegt ;-)
Autor: Stevie
« am: 03.09.2018, 17:25 »

Hi Willi,

erstmal ist alles was bezüglich Brexit geschrieben wird, immer noch ziemlich im Bereich der Spekulation angesiedelt. Die Problematik "freier Personenverkehr" bezieht sich nach meinem Verständnis aber auf Aufenthalte, die nicht touristischen Zwecken dienen und länger als ein üblicher Urlaub dauern. Es gibt ja auch außerhalb der EU kein europäisches Land, wo deutsche Staatsbürger ein Visum für den Urlaub benötigen würden. Insgesamt sind es weltweit übrigens 179 Länder, in die Deutsche (zu touristischen Zwecken) visumsfrei einreisen können. Da wird UK keine Ausnahme sein. Ich vermute also du wirst im schlimmsten Fall an der Grenze etwas im Stau stehen und deinen Ausweis vorzeigen müssen. Es hat ja auch früher schon mal Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland gegeben. Das hat einem Urlaub dort auch nicht im Wege gestanden.

Gruß Stevie
Autor: Panta Rhei
« am: 03.09.2018, 17:18 »

Ich vermute, für uns wird es unkomfortabler. Aber für die Leute vor Ort wird es richtig übel.
Autor: Willi
« am: 03.09.2018, 15:42 »

Zum Thema:

wenn ich die Kommentare über den Brexit der Regierung in Großbritannien so lese wie:
Einer der zentralen Punkte der Einigung von Chequers ist die Forderung nach einer Freihandelszone für Güter und Agrarprodukte, nicht aber für den freien Personenverkehr. Auch im Dienstleistungs- und Finanzsektor will London ausscheren.
muss ich dann, wenn ich im nächsten Frühjahr den Erne und SEW befahren will, ein Visum beantragen ??? ??? ???

Willi
Autor: KarlHwrede
« am: 24.11.2017, 10:26 »

Autor: bádoir
« am: 24.11.2017, 07:58 »

von abenteuerlichen Grenzkontrollen auf den Straßen in dieser Zeit.

Das war auf den Straßen bis 1993 noch so. Zur Lage auf dem Wasser kann ich allerdings nichts sagen.
Meine erste Fahrt Richtung Erne fand erst 1996, also 2 Jahre nach der Öffnung der Shannon-Erne-Wasserstraße, statt.


Grüße,
bádoir
Autor: Bernd Groten
« am: 23.11.2017, 23:05 »

Ok. Muss dann ein bisschen Tourbücher durchstöbern, gucken ob ich noch Bilder von alten Booten, Prospekten habe. 
Autor: Snetterton
« am: 23.11.2017, 22:06 »

...wie war das 1977, konnte man da auf dem Erne bis Belturbet fahren ?? Einer meiner erfahrenen Irlandkollegen erzählt heute noch von abenteuerlichen Grenzkontrollen auf den Straßen in dieser Zeit.

Gruß, Snetterton
Autor: odet
« am: 23.11.2017, 21:49 »

Ich bin jetzt zwar nicht der Bernd, aber so ein paar Anektötchen kann ich auch zum Besten geben.

Die Holde und ich waren 1991 das erste mal mit unserem Hanomag in Irland. Wir waren jung und dumm und die Fähren nach Nordirland waren um ein vielfaches billiger als die in die Republik. Also auf nach Schottland und von dort nach Larne.
In Nordirland angekommen erst mal Larne erkundet. Wir waren noch keine zehn Minuten auf der Insel als wir Zeugen wurden wie am Marktplatz ein Typ geteert und gefedert wurde. Außer uns scheint das aber niemanden gestört zu haben.

Ein paar Tage später in den Sperrin Mountains. Geile Gegend, schottische Highlands in klein, ähnlich dicht besiedelt. Nebel mit Sicht knapp über die Windschutzscheibe hinaus. Bestimmt zwei Stunden durch die Gegend gezockelt ohne eine lebende Seele zu sehen. Alle Wegweiser entfernt oder als Zielscheiben missbraucht.
Plötzlich überholt uns aus dem Nichts ein XR3 mit zwei jungen Kerlen und stellt sich vor uns quer. Waren recht "freundlich" und wollten meine Nummernschilder (mein Gedanke: für die nächste Autobombe). Das ging dann fast nen Stunde hin und her, bis wir endlich ziehen durften. Ich hatte echt Schiss.

Die Holde war vorher schon mal in Belfast und hatte da Freunde. Also war es ausgemacht, dass wir sie Sonntag um 12 vor dem Rathaus in Belfast treffen würden. Aber auch Nordiren sind Iren, also war um 12 keiner da. Parken war nicht, weil absolut verboten (Autobombe) und die Parkhäuser waren zu (weil Sonntag). Also sind wir dann eine halbe Stunde um den Block gegurkt. An jeder Ecke stand ein gepanzerter Defender mit schwerbewaffneten 17jährigen. Irgendwann fingen die dann mal an freundlich zu winken, weil ihnen wohl auch klar war, dass wir uns verfranzt hatten.

Ansonsten: Mehrmals am Tag offiziell (Brits) oder inoffiziell angehalten worden (Unionists oder IRA). Wer fragt da schon so genau, wenn dir ein Minderjähriger einen Lauf ins Cockpit schiebt.

Wie gesagt, jung und dumm, war Abenteuer. Müsste ich aber nicht wieder haben. Die dämliche May soll sich gefälligst mal zusammen reißen.

Grüsse

odet



Autor: Sven vom Festland
« am: 23.11.2017, 21:20 »

Hallo, wenn du uns etwas von damals berichten könntest. Das interessiert bestimmt viele hier, die das nicht mehr erlebt haben. Zum Glück sind diese Zeiten hoffentlich für immer vorbei. Solche Grenzen braucht kein Mensch mehr! :(  Ich selbst habe auch 17 Jahre auf der anderen Seite so einer Grenze gelebt und obwohl es uns an vielem gefehlt hat  ging es uns doch nicht so schlecht, ausser daß wir eingesperrt waren. Irland hätte ich z. B. nie gesehen!😥😥
Autor: Bernd Groten
« am: 23.11.2017, 19:37 »

Hallo Zusammen,

ich bin 1977 das erste Mal am Erne gewesen und bis 2008 jedes Jahr mindestens einmal am Erne geschippert. Die Zeit von damals wünscht sich wohl keiner zurück und wird’s auch wohl hoffentlich nicht mehr geben. Diese Geschichte hat aber auch nichts mit dem Brexit zu tun. Ich bin da voll bei Stevie. Für uns wird sich nichts ändern.

Ihr glaube, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie es damals dort aussah und die Anreise und das Einkaufen vonstattenging.

Gruß

Bernd
Autor: Snetterton
« am: 22.11.2017, 22:43 »

Hallo Forumsgemeinde,

so ganz wohl ist mir als langjähriger Fan von SEW und Erne beim Brexit nicht, aber ich bleibe trotzdem optimistisch.

Wir sind 1998 das erste mal durch den SEW nach Nordirland gefahren, wenige Monate nach dem berühmten Karfreitagsabkommen. Übernachtung in Enniskillen am Round O (damals gabs nur die Kaimauer, keine große Steganlage wie jetzt). Wir haben erstmal unsere Abfälle entsorgt, woraufhin sofort zwei Polizisten höchst unauffällig den Mülleimer kontrollierten und dann höchst unauffällig neugierige Blicke in unser Boot warfen. War schon spannend.

Am nächsten Tag dann ganz nach oben bis Belleek. Heute ist das ein nettes kleines Dorf, aber damals hat es an der Grenzlinie zwischen der Republik und Nordirland nicht so friedlich ausgesehen. War auch spannend.

Seitdem hat sich die Geschichte für alle Beteiligten einfach nur zum Besseren entwickelt, und das sollte auch so bleiben.

Hoffentlich gewinnen jetzt nicht wieder irgendwelche irische oder nordirische Eiferer die Oberhand, aber ich denke, dass speziell die jüngere Generation, die die Troubles nicht mehr aktiv miterlebt hat, das verhindern wird.

Die Sache mit der Währung sehe ich als das kleinste Problem, immerhin haben neun EU-Staaten nicht den Euro, und Europa ist trotzdem (oder gerade deshalb) noch nicht untergegangen.

Gruß aus Franken,
Snetterton


Autor: Klaus
« am: 22.11.2017, 20:40 »

Solange man keine Zollformalitäten ausfüllen muss um im Kanal von Nord nach Süd oder umgekehrt zu wechseln...

Klaus
Autor: KarlHwrede
« am: 22.11.2017, 19:48 »

Hääähh?
Was ändert sich denn an der Währung? Aktuell sind es zwei Währungen und nach dem Brexit auch...

Ihn störte, das es innerhalb der EU zwei Währungen gibt
Autor: Stevie
« am: 22.11.2017, 19:33 »

Ich glaube solange man nicht weiß was da überhaupt genau passieren wird, insbesondere im Hinblick auf die Grenze, wird sich keiner eine abschließende Meinung bilden können. Ich bin immer noch der Meinung, dass sich für Touristen aus der EU nicht viel ändern wird. Eine geschlossene Grenze will eigentlich keiner der Beteiligten. Außerdem gibt es kaum eine Chance bis 2019 noch fertig zu werden, selbst wenn man sich schnell auf die Rahmenbedingungen einigen würde. Also abwarten und Tee trinken. Vorerst geht es weiter wie bisher.