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Autor Thema: Eindampfen  (Gelesen 1151 mal)
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injocas
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« Antwort #10 am: 11.08.2011, 14:39 »

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Beiträge. Leider muß man, wenn man mit Fachleuten wie euch kommuniziert, erst einmal die Fachbegriffe nachschlagen. Was zum Teufel ist ein(e) Hardware-Spring.  Huch

Ich hatte gehofft, mehr Tips für das Anlegen zu bekommen. Ablegen bereitet einem Anfänger wie mir keine so großen Probleme.

Danke Stevie. Geholfen hat letzlich dein Hinweis auf den Skipperguide. Dort gibt es ein eigenes Kapitel über  " Eindampfen in den Vorspring beim Anlegen".

Diese Technik scheint wesentlich anfängerfreundlicher zu sein, als die "Schleudertechnik" welche uns bei unserer allerersten Bootsübernahme im Juni diesen Jahres vom Einweiser vorgegeben wurde. Diese sah follgendermaßen aus:

Mit gefühlt halber Kraft im Winkel von ca 45 Grad auf den Anleger zurauschen, im letzen Moment Ruder hart Seewärts, gleichzeitig Maschine volle Kraft zurück..............
Ups!!  Nix parallel an den Anleger,  voll drauf auf den Steg,  ca 2m neben die Dieselzapfsäule.

Was da schiefgelaufen war, konnte oder wollte uns der freundliche Instruktor nicht verraten.

Könnt ihr euch vorstellen, wie unsere ersten eigenen Anlegemanöver aussahen?  Bloß nicht wieder rauf auf den Steg.

Ich werde es also jetzt im September mit dem Eindampfen probieren. Zumal wir diesmal nur zu zweit sind. Egal wie der Wind steht.

Warum wird dieses Verfahren eigentlich nicht bei der Übergabe demonstriert?

Jochen
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Frank & Steffi
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... und natürlich unsere drei Kleinen!


« Antwort #11 am: 11.08.2011, 15:08 »

Hi Jochen,

bis auf meine Erstantwort auf Deine Frage nach dem "Eindampfen" waren alle beschriebenen Manöver ANlegemanöver. Und da dann immer verschiedene Variationen vom "Anlegen mit Eindampfen in die Vorspring"  Lächelnd Cool
Also dröseln wir das nochmal auf: Eindampfen in die Vorspring zum Anlegen machst Du am besten nach der Beschreibung von Stevies Link bzw. in Kurzform von mir. Das wäre dann MIT der Vorleine, die von einer Person an Land gebracht und dort an einem Poller o.ä. festgemacht wurde. Das stellt dann die von Dir nachgefragte "Hardware-Spring" dar, die Bádoir erwähnte. Wenn Du dann sicherer bist und mehr Übung hast, fährst Du einfach das gleiche Manöver, nur eben ohne daß Du vorher jemanden mit Leine an Land schickst; und eben quasi über den Bug in die Anlegelücke reindrehst. Ist wirklich ganz einfach und riiiicccchtig elegant!  Lächelnd Cool

Und das von Dir noch beschriebene Manöver zu kommentieren ist eigentlich überflüssig, wer jemandem beibringt (noch dazu einem "Anfänger" - NICHT BÖSE GEMEINT!!!) Manöver mit Vollgas zu fahren, braucht sich über die dann entstehenden Schäden jedenfalls nicht zu wundern...  Augen rollen Schockiert Traurig

... Also unsere Einweiser waren da "behutsamer" - und hatten recht Damit! Immer nur so viel Gas wie nötig geben; die wahre Kunst liegt im ruhigen und eleganten Fahren. By the way: ist auch der Beste Weg, seine Kaution vollständig wiederzubekommen Grinsend Zwinkernd!

In diesem Sinne: frag nur gerne weiter...
Frank Smiley
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... und sind wir nicht daheim, dann sind wir auf dem Sonnendeck - oder wenn´s ganz arg regnet auch mal unter Deck Zwinkernd
                         
bádoir
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« Antwort #12 am: 11.08.2011, 16:22 »

Was zum Teufel ist ein(e) Hardware-Spring.  Huch

Ist doch klar. Eine Wortschöpfung von mir. Grinsend
Das war nur im Gegensatz zu Paolos "gedachter" Spring.


Mit gefühlt halber Kraft im Winkel von ca 45 Grad auf den Anleger zurauschen, im letzen Moment Ruder hart Seewärts, gleichzeitig Maschine volle Kraft zurück..............
Ups!!  Nix parallel an den Anleger,  voll drauf auf den Steg,  ca 2m neben die Dieselzapfsäule.

Was da schiefgelaufen war, konnte oder wollte uns der freundliche Instruktor nicht verraten.


Dann tue ich es mal. Es gibt Boote mit rechtsdrehender  Schraube, bei der sich die Schraube, von hinten betrachtet, bei Vorwärtsfahrt im Uhrzeigersinn dreht, und, analog, Boote mit linksdrehender Schraube.

Bleiben wir bei diesem Beispiel bei der rechtsdrehenden Schraube. Die bildet unter sich immer einen Wasserstrom aus, der das Heck nach rechts versetzt (sieht man, wenn man aus dem Stand zu viel Gas gibt). Gibt man nun Gas nach Rückwärts, so bildet sich ein  Strom aus, der das Heck nach links versetzt.  Das kann man sich zunutze machen, daß man eben, wie beschrieben, mit 45 ° (besser etwas weniger) auf einen Anleger links zufährt und  kurz vorher Gas rückwärts gibt . Dann legt sich das Boot wie von Geisterhand brav parallel an den Steg.

Das funktioniert also nur, wenn man links anlegt. Umgekehrt kann man mit einem Boot mit (vorwärts) linksdrehender Schraube mit dieser Methode nur rechts anlegen.

Also: Rechtsdrehende Schraube: links anlegen
          Linksdrehende Schraube: rechts anlegen.


Andersrum gibt es jeweils Murks. Notfalls kann man vor dem Anlegen drehen, um die "Schokoladenseite" des Boots zu nutzen.

Grüße,

bádoir
« Letzte Änderung: 11.08.2011, 17:04 von bádoir » Gespeichert
Peter
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Lächeln ist eine sympathische Falte


« Antwort #13 am: 11.08.2011, 18:38 »

And don´t forget:
 Lächelnd

There are three ways to stop a boat:

1.   Before the jetty
2.   At the jetty
3.   There where the jetty was

Gruß
Peter
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Hello Captain
Panta Rhei
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« Antwort #14 am: 11.08.2011, 18:59 »

Ja, das Einweiser gerne mit Vollgas fahren, hab ich auch schon ein paar Mal erlebt, bei ESL, bei Silverline und auch bei MHM. Da kommt man sich manchmal wie ein Weichei vor, wenn man seine Bootsmanöver trotzdem sanft und relaxed steuert. Aber sind wir nicht im Urlaub und wollen uns bewusst von den hektischen Ein- und Ausparkmanövern des Alltags verabschieden?

Zum Anlegen: Das mit dem 45° Winkel geht schon (oder je nach Wind 30° oder sogar 90°), was heißt "geht", das ist Standard. Aber ich würde zwei Dinge anders machen als euer hektischer Einweiser:
1) Die Fahrt im spitzen Winkel zum Steg nicht mit Vollgas und auch nicht mit halbem Gas, sondern mit dem geringst möglichen Gas oder sogar im Leerlauf.
2) Ein paar Meter vor dem Anleger im Leerlauf Steuer vom Anleger wegdrehen. Oft dreht dann das Boot schon im Leerlauf sanft in die gewünschte Richtung parallel zum Steg. Wenn nicht: Ganz sanfter gefühlvoller Stoß mit dem Gashebel nach vorne und gleich wieder zurück in den Leerlauf, dann dreht das Heck zum Steg. Dabei kann man dem Heck ruhig auch ein wenig Zeit geben, Schiffsheck ist kein D-Zug.

So, und jetzt sanft und gefühlvoll den Hebel rückwärts, bis das Boot steht. Den Rest erledigt die Crew an den Leinen. Aber du kannst auf diese Weise so anlegen, dass niemand zum todesmutigen Sprung ans Ufer ansetzen muss.

Das Manöver funktioniert (zumindest bei den großen weißen Booten) in jede Richtung, egal ob die Schraube rechts oder links dreht (ich hab keine Ahnung, wie das bei Barken ist, Badoir). Ich würde bei der Entscheidung, ob ich links oder rechts anlege, nicht die Drehrichtung der Schraube entscheiden lassen, sondern immer gegen die Strömung anlegen, das ist meiner Meinung nach wichtiger.
Übung macht den Meister, weil es natürlich Gefühls- und Erfahrungssache ist, wann man beidreht, wann man den kleinen Stoß nach vorne benötigt und wann nicht. Es kann schon passieren, dass man ab und zu anfangs noch einen Meter weg vom Steg landet oder doch mal am Steg entlangschranzt. Aber bei dieser Methode hat man wenigstens kein Vollgas drauf.  
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Ein herzliches Ade aus Oberfranken!
Wolfgang
bádoir
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« Antwort #15 am: 12.08.2011, 09:32 »

(ich hab keine Ahnung, wie das bei Barken ist, Badoir).

Hallo Panta Rhei,

Bevor wir AHs (wahlweise alte Herren  Verlegen oder alte Hasen  Smiley ) die weniger Geübten in Verwirrung stürzen – die von Dir beschriebene, genau so funktionierende Methode  ist wieder eine andere als die „meine“

Es geht um die Frage, wie das Heck an den Anleger zu bekommen ist. Da kann man sich
* einmal den Querstrom des Propellers im Rückwärtsgang  (Stichwort „Radeffekt“) zunutze machen oder
* im Vorwärtsgang den vom Ruder abgelenkten Axialstrom des Propellers.

Welche Methode man anwendet, hängt von der Bootsbauart und von der Anlegesituation und auch von persönlichen Vorlieben ab. Absolut recht hast Du, daß das Anlegen gegen den Strom (wo es denn strömt) Priorität hat - und Gas mit Gefühl kann nicht oft genug erwähnt werden.

So, das soll nun nicht zur Doktorarbeit werden, deshalb fange ich auch nicht vom bargenspezifischen Eindampfen in die Leine an der Mittelklampe an.
  Cool

Grüße,

bádoir
« Letzte Änderung: 12.08.2011, 09:35 von bádoir » Gespeichert
paolo
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« Antwort #16 am: 14.08.2011, 05:09 »


Zum Anlegen: Das mit dem 45° Winkel geht schon (oder je nach Wind 30° oder sogar 90°), was heißt "geht", das ist Standard. Aber ich würde zwei Dinge anders machen als euer hektischer Einweiser:
1) Die Fahrt im spitzen Winkel zum Steg nicht mit Vollgas und auch nicht mit halbem Gas, sondern mit dem geringst möglichen Gas oder sogar im Leerlauf.
2) Ein paar Meter vor dem Anleger im Leerlauf Steuer vom Anleger wegdrehen. Oft dreht dann das Boot schon im Leerlauf sanft in die gewünschte Richtung parallel zum Steg. Wenn nicht: Ganz sanfter gefühlvoller Stoß mit dem Gashebel nach vorne und gleich wieder zurück in den Leerlauf, dann dreht das Heck zum Steg. Dabei kann man dem Heck ruhig auch ein wenig Zeit geben, Schiffsheck ist kein D-Zug.

  

Leichter Einspruch!

Je weniger Gas, desto weniger Ruderwirkung, im Leerlauf sogar fast gar keine. Da wundert man sich dann leicht, dass das dumme Boot nicht so will, wie man selbst gerade denkt, und vor allem nicht so, wie ein Auto an Land...

Anlegemanöwer sind reine Übungssache. Und jedes Boot reagiert anders, mal ganz abgesehen von einwirkendem Wind oder Strömung.
Als Ungeübter möchte man natürlich nicht frontal auf den Steg auffahren, daher fahren die meisten Ungeübten im flachen Winkel und mit wenig Fahrt oder sogar im Leerlauf an den Steg heran. Das kann gutgehen, tut es aber oft nicht und bei ablandigem Wind oder Strömung schon gar nicht.

Auch wenn es widersinnig klingt, aber es ist viel einfacher, im spitzen Winkel und dann auch mit etwas speed an den Anleger heranzufahren, um dann im richtigen Moment abzudrehen, das Boot per Rückwartsschub aufzustoppen und mit dem verbleibenden Vorwärtsschub (deshalb 'leichter speed') an den jetty heranzugleiten.

So jedenfalls ist es in der Theorie perfekt.

Aber wie läuft es in der Praxis???

Ganz einfach: durch Üben!

Diejenigen, die schon öfter Boot gefahren sind, brauchen bei einem neuen Boot oder längerer Bootsabstinenz nur ein bis zwei Anlegemanöwer um zu wissen, wie das jeweilige Boot reagiert.
Der Ungeübte braucht haltetwas  länger.
Aber wie sagte Wolfgang so richtig? Wir sind doch im Urlaub!
Also, übt solange bis Ihr ein sicheres Gefühl für euer Boot habt.

Abdrehen und gleichzeitiges Aufstoppen kann man auch mitten im See üben, da braucht man keinen Steg.

Sobald man das Boot irgendwann sicher aufstoppen kann,  fährt man einen freien Jetty an, mit Speed und im spitzen Winkel.

Um aber einer Havarie und einem satten Aufprall auf den Steg zu entgehen, denkt man sich selbigen 3 oder 4 Meter 'näher', als er eigentlich ist. Schafft man es sicher, das Boot parallel am  'gedachten' Anleger aufzustoppen, fährt man beim nächsten Übungsanlegemanöwer einen Meter näher an den Steg heran, und dann noch mal einen näher und dann noch mal einen.

Und plötzlich klappt's.

Da parkst du dein Boot perfekt ein, wie deinen Motorschlitten an Land
Und Spaß hat sie auch noch gemacht, die Überei!

Also nochmal: Habt Mut zum spitzen Winkel und zu etwas beherztem Speed beim Anlegen. Glaubt mir, es ist einfacher so, weil Ihr viel mehr Kontrolle über das Ruder und somit über die Fahrtrichtung eures Bootes habt!

Oft sieht man Skipper im flachen Winkel und im Leerlauf an den Jetty heranfahren. Und wenn sie dann merken, dass sie einen oder anderthalb Meter zu weit weg vom Steg sind, und die Frau mit der Leine in der Hand keinen Mut hat, einen Satz auf den glitschigen Steg zu machen, tun sie oft genau das Falsche: Sie drehen zum Steg hin, um näher an selbigen heran zu kommen, was aber zur Folge hat, dass das Heck vom Steg wegdreht. Und das bedeutet, das Anlegemanöwer ist voll verka*kt!

Das sieht man ganz oft......
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bádoir
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« Antwort #17 am: 14.08.2011, 12:09 »

Leichter Einspruch!

Leichter Widerspruch! Zwinkernd

Nein, das soll jetzt nicht nur ein sprachlicher Gag sein; ich glaube, im Prinzip sind wir nicht so weit auseinander.

Etwas Bootsphysik (praktisch jedem klar, hier nur zusammengefaßt:) Das Steuerruder ist nur wirksam, wenn es angeströmt wird. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder

1. durch Fahrt des Boots, die zumindest Bummelgeschwindigkeit überschreiten sollte oder:
2. durch den Schraubenstrom, der vom Ruder abgelenkt wird.

Man kann also das Boot lenkbar halten:

1. durch Eigengeschwindigkeit oder
2. durch kürze ¼ bis ½ – Gasstöße (funktioniert selbst im Stand)

Jede Methode kann beim Anlegen Vorteile haben:

Vorteil der Methode 1: Sie funktioniert auch bei etwas ablandigem Wind

Vorteil der Methode 2: Man kann die Sachen langsamer angehen, das Risiko ist für Boot, Anleger und Geschirr an Bord kleiner. Da jede Korrektur am Gas auch Vortrieb erzeugt, hat man da auch mehr Geschwindigkeits-, oder besser, "Langsamkeitsreserve"

Persönlich bevorzuge ich Methode 2, nachdem mir mal bei einer nagelneuen Town Star beim Anlegen das Getriebe ausfiel und vor mir schon ein mit viel Aufwand  nachgebautes "Wikingerschiff" lag. Es ging gerade noch gut- dank Methode 2. Irgendwann kommt auch der Tag, an dem man sich bei aller Übung mal vertut  Auch da ist es besser, mit langsamer Geschwindigkeit anzukommen und rein mit dem abgelenkten Schraubenstrom zu steuern.

Bei ablandigem Wind gibt es Alternativen: Das erwähnte Eindampfen in die Vorspring.

Nachdem das nun doch eine Doktorarbeit wird, hier noch der schon angesprochene Trick mit der Mittelklampe. Vielleicht funktioniert er auch nicht nur bei Bargen, deshalb hier die Beschreibung (die Mittelklampe sollte allerdings einen stabilen Eindruck machen): Der Steuermann hält die an der Mittelklampe belegte Leine in der Hand und  fährt ganz flach an den Anleger. Der Wind darf den Bug ruhig wegtreiben, wichtig ist nur, daß das Boot auf Höhe des Steuermanns oder einer am Heck stehenden Hilfsperson so weit an den Steg kommt, daß ein Poller dort mit dieser Leine "eingefangen" werden kann. Dann wird die Leine an dem Poller fixiert und gefühlvoll Gas nach Voraus gegeben. Ganz langsam bewegt sich nun der Bug in Richtung Steg und durch ganz leichten Rudereinschlag vom Steg weg kommt dann auch das Heck an den Steg. Man hat so also ein virtuelles Bug- und Heckstrahlruder. Auch bei einer weit genug seitlich liegenden Heckklampe funktioniert das.

Einfach mal ausprobieren! Bei stark ablandigem Wind hat man allerdings so oder so nur die Chance mit dem Eindampfen in die Vorspring.

Egal, welche Methode man anwendet, es helfen immer die 3 "Üs": Üben, Üben, Üben. Da hat Paolo recht. Dafür bieten sich übrigens auch einsame Anleger ohne Publikumsverkehr an.

Grüße,

bádoir
« Letzte Änderung: 14.08.2011, 12:24 von bádoir » Gespeichert
Frank & Steffi
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... und natürlich unsere drei Kleinen!


« Antwort #18 am: 14.08.2011, 20:48 »

... hier noch der schon angesprochene Trick mit der Mittelklampe. Vielleicht funktioniert er auch nicht nur bei Bargen, ...
Hi Gerhard,
Dein "Mittelklampentrick" funktioniert ganz hervorragend, auch bei den GFK-Booten, die wir gefahren sind (die "weißen mit den Wellen"  Zwinkernd Grinsend).
So legen wir immer dann an, wenn´s nicht für lange ist und - wie schon von Dir erwähnt - nicht zu windig.
... Spart man enorm "Personal" z. B. wenn man kurz noch vor der Schleuse auf´s Einfahren warten muß, oder schnell jemanden übersteigen lassen will (wie im B&B-Kanal zur Schleusenbedienung); und überhaupt sind wir im B&B-Kanal entweder ohne Leinen oder eben so geschleust - reicht vollkommen in den kleinen Kammern.
Nur der Vollständigkeit halber: Wavelineboote haben recht lange Festmacher, sonst kann das mit der Mittelklampe in den Schleusen mit größerem Hub schon mal knapp werden, wenn man nicht "Umstecken" möchte (die Bugfestmacherleine vorne lösen und dann an der Mittelklampe "befestigen"), was ja viel praktischer ist, da man so schneller wieder auf "Normalbetrieb" mit Bug- und Heckleineneinsatz umswitchen kann! Cool Zwinkernd Lächelnd

... Und es gibt noch sooooo viele schöne Anlegemanöver! Jetzt muß ich aufhören, sonst werde ich melancholisch, weil´s dieses Jahr nix wird mit "Böööötchenfahren in Irland"... Weinen Verlegen

Gruß
Frank
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