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Autor Thema: Warum kriegt ein hausboot keine Schlagseite bei Wassermangel  (Gelesen 1678 mal)
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Klaus
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« Antwort #10 am: 18.08.2011, 10:58 »

Dafür schafft's der Best Boy dann, so lange Diesel in den Wassertank zu pumpen, bis er überläuft...
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Pike
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« Antwort #11 am: 18.08.2011, 11:54 »

Zitat
...also muss man dem Kunden keinen Schlüssel für den Tankdeckel mitgeben und der kann dann auch beim Wasser nachfüllen nix in den Dieseltank schütten...

Das ist einer der Gründe. Ein anderer ist, daß man so sicherstellt, daß nicht irgendwo billiger (oft dreckiger) Kraftstoff getankt wird und ebenso wichtig ist es seit Einführung der mineral oil tax, daß der Mieter nicht irgendwo Diesel ohne Berechnung der Steuer, für deren Entrichtung der Eigentümer des Bootes verantwortlich ist, bekommt.

@ Stevie: die "long-range-tanks" wurden gewählt, weil man dann eben auch bei einem dreiwöchigen Trip nicht nachtanken muß. So richtig verstehe ich dieses Argument allerdings auch nicht.

@ Frank: Im Prinzip kann man den Motor wirklich irgendwo im Boot einbauen, allerdings will / sollte man die Hydarulikschläuche auch nicht zuuu lang machen, da mit der Länge auch die Ansprechverzögerzung wächst. Das Thema Hydraulikmotor wurde hier auch schon mehrmals diskutiert, wenn ich mich recht erinnere. Diese Antriebsart ist in der Tat deutlich leiser, hat allerdings aber auch deutlich weniger Leistung (Verlust um die 20, 25 Prozent). Das größte Problem ist aber die enorme Verzögerung, die z.B. beim Aufstoppen deutlich zu merken ist. Ausserdem sind Hydraulikantriebe sehr sehr wartungsaufwändig.
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Sven
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bádoir
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« Antwort #12 am: 18.08.2011, 13:05 »

....sollte man die Hydarulikschläuche auch nicht zuuu lang machen, da mit der Länge auch die Ansprechverzögerzung wächst......... (Hydraulikmotor) .....Diese Antriebsart ist in der Tat deutlich leiser, hat allerdings aber auch deutlich weniger Leistung (Verlust um die 20, 25 Prozent). Das größte Problem ist aber die enorme Verzögerung, die z.B. beim Aufstoppen deutlich zu merken ist.

Hi Pike,
da sind wir bei einem technischen Thema, das vielleicht alle interessiert (etwas ziemlich OT, aber Stevie kann es ja verschieben, falls etwas mehr draus wird.)

Der Leistungsverlust, den Du ansprichst, entspricht auch etwa dem hydrodynamischer Getriebe (wobei der Hydraulikantrieb im Prinzip ein hydrostatisches Getriebe ist, schon klar). Allerdings hat auch ein mechanisches Getriebe um die 10 % Leistungsverlust.

Zur Verzögerung, da stehe ich irgendwie auf dem Schlauch:
Mir ist schon klar, daß die mit der Leitungslänge größer wird (Elastizität der Schlauchwandung, Strömungswiderstand) Aber ist sie prinzipbedingt (also unabhängig von der Leitungslänge) schon so groß, daß sie so deutlich zu merken ist? Physikalisch kann ich mir das nicht ganz erklären, oder  steckt da eiine windoofsbefallene Elektronik dazwischen?

Danke schon mal für die Aufklärung,
bádoir
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Pike
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« Antwort #13 am: 18.08.2011, 13:27 »

Hey Badeohr,
ich bin kein Spezialist für Hydraulikantriebe, weiß nur aus der Praxis, wie lahm die Dinger reagieren: wenn wir zu einem festgefahrenen Boot mit Hydraulikantrieb kommen machen wir uns keinerlei Illusionen darüber, daß es vielleicht möglich sein könnte, den Havaristen so einfach runterzufahren. Da passiert aufgrund des lahmen Ansprechverhaltens überhaupt gar nienix, die Dinger bauen einfach nicht genügend Druck an der Schraube auf. Das merkt man auch sehr sehr deutlich beim Anfahren oder Aufstoppen - der Unterschied zu einer Wellenanlage ist wirklich riesig, wohl aufgrund der wesentlich direkteren Kraftübertragung.
Was die Schlauchlänge angeht so habe ich diese Weisheit von einem unserer Mechaniker, den ich dazu gefragt habe. Die Verzögerung durch längere Schläuche ist minimal, die Ursache liegt aber wohl wie du das schreibst in der Ausdehnung der Schäuche.
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« Antwort #14 am: 18.08.2011, 14:01 »

man seit ihr alle schlau.lg  Zwinkernd
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Pike
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« Antwort #15 am: 18.08.2011, 14:02 »

Zitat
man seit ihr alle schlau.lg

Nee, ich sicher nicht - ich arbeite nur jeden Tag damit   Grinsend
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« Antwort #16 am: 13.12.2011, 15:21 »

Nochmal zurück zum Thema Schlagseite.
Wenn eine Schlagseite nicht an den unterschiedlichen Füllmengen der Tanks liegt, woher kommt sie dann?  Unsere letzte Silver Crest lag, wenn ich mich recht erinnere, auf Steuerbord ca 15 - 20 cm tiefer als auf Backbord. In Bangher, bei der Bootsrückgabe, viel mir auf, dass mehrere Crest`s schief im Wasser lagen, wenn auch nicht alle. Kann dann ja auch nicht an der Konstruktion liegen.

Ich habe da aber noch eine weitere Frage. Auf oben erwähnter Reise gab es noch ein anderes Problem: Dieselgestank an Bord. Die Maßnahmen der herbeigerufenen Techniker, Bilge auspumpen und mit Reinigungsmittel auswaschen, hielt nur 3 Tage, bis der Duft des Reinigungsmittels verflogen war. Nach Aussage der Techniker war keine Undichtigkeit an den Kraftstoff- oder Tankleitungen zu sehen.

Hatte einer von Euch auch schon mal Dieselgeruch an Bord und was macht man dann am besten ?  Umkehren, Boot tauschen, Routenplanung über Bord werfen ?


Gruß Jochen
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Frank & Steffi
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« Antwort #17 am: 13.12.2011, 15:28 »

Dieselgestank an Bord. ...  hielt nur 3 Tage, bis der Duft des Reinigungsmittels verflogen war. ... keine Undichtigkeit an den Kraftstoff- oder Tankleitungen ...

Ich tippe auf die Tankent- / -belüftung!
(Gab da mal einen Thread zum Thema "Probleme mit dem Fäkalientank", da war es dann meist ein Problem mit der Belüftung des selben.
So stelle ich mir das beim Dieseltank auch vor... )

Gruß
Frank
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... und sind wir nicht daheim, dann sind wir auf dem Sonnendeck - oder wenn´s ganz arg regnet auch mal unter Deck Zwinkernd
                         
Pike
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« Antwort #18 am: 13.12.2011, 15:40 »

Nochmal kurz zum Thema Schlagseite, speziell bei der Silver Crest aka Aquafibre 35: dieser Bootstyp neigt mit diesem Ausbau in der Tat dazu, eine leichte Schlagseite zu haben, vor allem wenn der Abwassertank voll ist. Wir haben ein nahezu baugleiches Privatboot dieses Jahr "kuriert", in dem wir auf der Backbordseite rund 150 Kilo Ballast unter bzw hinter der Couch im Salon verbaut haben...  Augen rollen Nu liegt 'se wie ne eins im Wasser  Cool

Dieselgeruch kann bei einem Boot immer auftreten, man wohnt ja sozusagen direkt auf oder neben einem relativ großen Dieselaggregat. Ausserdem verursachen eben schon kleinste Mengen Diesel nicht nur einen riesigen Film auf dem Wasser sondern eben auch den entsprechenden Geruch, zumal dem (Boots-)diesel in Irland keine Geruchsverhinderer oder Duftstoffe, wie z.B. in Deutschland im Dieselkraftstoff üblich, zugesetzt sind. Eine Hauptursache für Dieselgeruch ist nicht unbedingt ein undichter Tank (dort ist die Ursache genauer gesagt eher selten zu finden), sondern oft billige oder einfach leicht porös gewordene Einfüll- oder Überlaufschläuche - und da kannste dann lange Bilgen auspumpen und auswaschen. Die einfachste Methode zur Geruchsbeseitigung ist übrigens verdünnter Zitronensaft oder Spülmittel auf Zitronenbasis  Zwinkernd
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« Antwort #19 am: 14.12.2011, 15:18 »

Zitat
Die einfachste Methode zur Geruchsbeseitigung ist übrigens verdünnter Zitronensaft oder Spülmittel auf Zitronenbasis 

Danke für den Tip.  Und was mach ich damit ?  Das Spülmittel in die Bilge schütten?

Warum staut sich der Gestank ausgerechnet in den Schränken und Schubladen der Küche?

Jochen

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