Shannon-Forum
30.03.2017, 02:46 *
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 am: Gestern um 18:54 
Begonnen von bádoir - Letzter Beitrag von bádoir
vom MCIB abrufbar

oh- da hätte ich länger suchen sollen. Es war also nicht das Ruderlager gebrochen, sondern der Anschlag.
Grüße,
bádoir

 2 
 am: Gestern um 16:34 
Begonnen von bádoir - Letzter Beitrag von Frank & Steffi
...ist so eine Wortschöpfung von mir und soll einfach bedeuten, daß bei unterschiedlichen MOB-Situationen unterschiedlich "heftige" Maßnahmen notwendig werden. Im Katastrophenschutz nennt man das auch "stufenweises Eskalieren einer Lagebewältigungsnotwendigkeit" Schockiert ... DAS nenne ich mal gschtelzt... Augen rollen Zunge - dann doch lieber meine Umschreibung - oder?  Verlegen Grinsend Zwinkernd

Im konkreten Fall bei einer über Bord gegangenen Person:
unterste Stufe: Boot ist am Steg festgemacht, Person fällt über Bord -> alles lacht (so es denn kein Nichtschwimmer ist) und je nach Wetter springt man hinterher und macht daraus einen Badespaß oder reicht einen Tampen und hilft der Person über Bade- oder Stegleiter wieder an Deck / Land. Keine weiteren Maßnahmen außer ggf. "schnell einen heißen Whiskey aufsetzen" nötig. Siehste: das ist die niedrigste Form / unterste Eskalationsstufe der "MOB-Lagebewältigung".
Und das Highend wäre dann in etwa, wenn bei einer Seeüberquerung unerwartet schwerer Sturm mit hohen Wellen und Gischt bei stark eingeschränkter Sicht aufkommt und dann jemand in den Teich fällt. Daß es da dann nicht mehr mit einem einfach Williamsonturn getan ist, ist leider auch klar... Zunge

Wie schon angeboten, kann ich da gerne mal ein "Referat" drüber halten, was da so aus meiner Sicht alles gemacht werden kann / sollte bei den unterschiedlichen Szenarien - aber echt nur, wenn ausdrücklich gewünscht, will nicht ständig den "Klugschei..." geben...  Verlegen Unentschlossen

Servus

Frank  Lächelnd

 3 
 am: Gestern um 16:19 
Begonnen von bádoir - Letzter Beitrag von paolo
Hey Frank, MOB kenne ich, aber was ist eine Eskalationskaskade?
Eskalation, ok.Kaskade auch .
Aber was hat das auf sich?
Liebe Grüße, paolo

 4 
 am: Gestern um 14:27 
Begonnen von bádoir - Letzter Beitrag von Frank & Steffi
*** Update: ***

also, der Bericht ist tatsächlich noch in der Datenbank vom MCIB abrufbar.
Habe den Report gerde noch mal durchgelesen und muß ein wenig korrigieren (nicht, daß es etwas an den Schlüssen und Folgerungen ändern würde - aber "der guten Ordnung wegen"  Zwinkernd ):
- Ja, es handelte sich um das Ehepaar Borner
- Nein, sie trugen doch keine Rettungswesten, sind aber dennoch nicht ertrunken, sondern schon an Hypothermie verstorben (spricht für die Annahme, daß sie dicke wetterfeste Kleidung mit viel Auftrieb trugen).
- es war nicht die Vorleine, die zu dem "Decksmanöver" führte, sondern eine sich lösende Vertäuung des geschleppten Dinghys.
- das Ruder war auch nicht gebrochen, sondern - wohl Infolge harter 180°-Turns - in "hart über Position" verklemmt.
- Und ja: sie haben tatsächlich keinerlei Notrufversuch unternommen, obwohl funktionsfähige und dazu geeignete Funkgeräte an Bord gewesen wären. Spricht auch für die These der Panik...  Weinen

...das nochmal durchzulesen ist echt "speziell"! Gerade, weil die Borners so erfahrene Skipper waren... Ich kann echt nur die Notwendigkeit von "bewußtem Handel" und geplante und überdachten Verhaltensweisen und Übungen hervorheben. (Wenn Interesse besteht, können wir ja mal das Thema MOB und die "Eskalationskaskade" näher beleuchten...)

Gruß

Frank


 5 
 am: Gestern um 11:14 
Begonnen von bádoir - Letzter Beitrag von Frank & Steffi
Oh je - ich werde alt! Über 12 Jahre schon... na dann wundere ich mich nicht, daß ich nur noch die "Keyfacts" im Kopf habe...
mal schaun, ob das MCIB-Board da noch was hergibt...

 6 
 am: Gestern um 10:57 
Begonnen von bádoir - Letzter Beitrag von bádoir
Hallo Frank,

das ist schon länger her; ich konnte (wohl deshalb) die Quelle nicht mehr ergoogeln. Nachdem ich hier im Forum schon 2005 den Vorfall erwähnte, gehe ich mal von mindestens 12 Jahren aus.
Festgestellt wurde, dass ein nicht ordnungsgemäß repariertes (einlaminiertes?) Ruderlager (wohl aufgrund eines heftigen Manövers) brach.

Grüße,
bádoir

 7 
 am: Gestern um 10:00 
Begonnen von bádoir - Letzter Beitrag von Frank & Steffi
Servus Gerhard,

vielen Dank für die Ergänzung! Ich kenne nur den MCIB-Bericht, da stand kein Name drin und das vom Ruderbruch hatte ich da auch nicht gelesen. Zumindes erinnere ich mich nicht mehr, ist ja schon eine Weile her... Woher hast Du die weiteren Infos? Waren die beiden in einem Forum aktiv, sollten wir die also kennen?
...muß mal schauen, ob ich den alten Bericht noch finde. Weißt Du noch das genaue Jahr und den Monat, in dem das Unglück war, Gerhard?

Viele Grüße

Frank

 8 
 am: Gestern um 09:02 
Begonnen von bádoir - Letzter Beitrag von bádoir
..... Beim Versuch, die Person wieder an Bord zu nehmen, muß wohl auch die zweite Person über Bord gegangen sein, zumindest vermuteten das die "Unfallhergangsuntersucher" vom MCIB, da die Maschine auf Neutral stand und (ich glaube) ein Rettungsring fehlte... Das Ehepaar wurde erst einige Zeit nach dem Auffinden des Bootes - mit funktionierenden Rettungswesten -....


Hi Frank!
Ich nehme an, du sprichst den Fall Borer an. Da kam auch noch ein Ruderbruch dazu, der dann wegen Manövrierunfähigkeit wohl Panik auslöste.
Nichtsdestoweniger ändert das keinen Deut  am von dir geschilderten  Sinn einer Sorgleine.

Grüße,
bádoir

 9 
 am: Gestern um 08:51 
Begonnen von bádoir - Letzter Beitrag von Frank & Steffi
Sehr gerne Norbert!

Und das mit der Sorgleine verstehe ich völlig, ich habe meine tatsächlich auch nur bei "heftigen Verhältnissen" an - ist vor allem für die Kids gedacht, damit die nicht so leicht über Bord gehen können! Wie schon geschrieben, wäre das gerade im vorderen Drittel des Bootes fatal, auch mit Weste... Zunge
Wir Erwachsenen würden sie tatsächlich nur bei einer "Sturmfahrt" an Deck(!) nutzen, wenn wir das Cockpit verlassen müssen. Wobei hier zwei Dinge
noch dazu kommen: 1. bei richtigem Sturm sind wir eh im Hafen und fahren nicht raus auf den See und 2. wenn wir doch in schwereres Wetter kommen, gilt die Devise, daß niemand unnötig an Deck außerhalb des Schutzes des Cockpits etwas zu suchen hat, außer es fällt eine Leine ins Wasser o.ä. (was aber prinzipiell vor einer potenziellen "Sturmfahrt" gesichert wird).
Daß das mit "Sorgleine an Deck bei stürmischerem Wetter" kein "Hirnpups" von mir / übertrieben ist, kann ich durch eine höchst tragische Begebenheit unterstreichen: vor einigen Jahren sind am Lough Ree zwei (ich glaube) schweizer Eheleute ums Leben gekommen, als sie bei gar nicht so schlechtem Wetter eine Seeüberquerung machen wollten. Beide waren höchst erfahren im Revier, trugen beide Rettungswesten, das Boot wurde mit laufendem Motor und ohne jegliche Beschädigung angetrieben, nur eben ohne Besatzung. Es herrschten "handelbare" Wind- und Wellenbedingungen, als die beiden aufbrachen. Laut Untersuchung / Rekonstruktion des MCIB ging das Ganze wohl so vor sich: Irgendwann im Laufe der Seeüberquerung muß sich die Bugleine gelöst und ins Wasser gefallen sein (diese wurde wohl noch im Wasser nachschleppend aufgefunden). Daraufhin ist wohl einer der beiden zum Bug gegangen um die Leine einzuholen und muß dabei wohl über Bord gefallen sein. Beim Versuch, die Person wieder an Bord zu nehmen, muß wohl auch die zweite Person über Bord gegangen sein, zumindest vermuteten das die "Unfallhergangsuntersucher" vom MCIB, da die Maschine auf Neutral stand und (ich glaube) ein Rettungsring fehlte... Das Ehepaar wurde erst einige Zeit nach dem Auffinden des Bootes - mit funktionierenden Rettungswesten - aufgefunden. Tragisch!  Weinen
Was mir das lehrt? 1. Immer Rettungsweste tragen, wenn außerhalb des Cockpits / bei Manövern; bei unklaren Verhältnissen zus. an Deck die Sorgleine. 2. Das MOB-Prozedere muß jeder an Bord beherrschen, auch die "Eskalationskaskade" (wann reicht es "nur" zu Wenden und den über Bord gegangen "rauszufischen", wann muß ich vorher(!) einen Notruf absetzen, da die Situation für mich alleine potenziell(!) nicht handelbar ist?...)! Ja ich weiß: das ganze ist nur ein Hobby und Du wirst vielleicht sagen "ich fahre schon so lange und derartiges ist mir noch nie passiert". Und recht hast Du! Wenn man vorsichtig ist und keine Risiken eingeht, kommt man in solche Situationen auch gar nicht erst. Aber wenn man halt "vom Fach ist" plant man halt gerne auch die Unwägbarkeiten mit ein. So wie ein Feuerwehrler beim Betreten eines unbekannten Gebäudes immer mal (unbewußt) nach den Fluchtwegen oder Feuerlöschern guckt...  Zwinkernd Grinsend Cool
Also meinen Mitreisenden schmälert es jedenfalls nicht die Urlaubsfreuden und gibt ihnen ein gutes und sicheres Gefühl; auch wenn wir alle hoffen, nie derartiges anwenden zu müssen.

Das war das Wort zum Sonntag äh Mittwoch.  Verlegen Smiley

Schönen Tag und

liebe Grüße

Frank Lächelnd

 10 
 am: Gestern um 08:49 
Begonnen von Mandybaer - Letzter Beitrag von paolo
Jau, Badoir, der Radeffekt hilft im einen und stört im anderen Fall, aber wenn du genug Schub hast, klappts auch beim Linksschrauber an Backbord und beim Rechtsschrauber an Steuerbord. Wichtig ist, dass der Bug schnell genug rum kommt. Da hilft dann zur Not das Bugstrahlruder.
Bei Mandybaer erübrigt sich das aber vorerst, da er - zumindest bei diesem Turn - über Bug- und Heckstrahlruder verfügt.

@Uve: Um die Mittelklampe lassomässig belegen zu können, musst du erst mal parallel am Steg sein. Dafür das von mir beschriebene Manöver...

Off Topics: In Holland habe ich jetzt ein Boot von einem sehr wohlhabenden Menschen gesehen, das zum Anlegen überhaupt keine Leinen mehr verwenden muss. Wenn der sein Boot am Steg hat (natürlich mit Heck- und Bugstrahlruder) drückt er auf einen Knopf, dann fahren vier Stangen Richtung Grund aus, bohren sich da ein und stabilisieren das Boot am Steg. Da muss Mutti nicht bei Wind und Wetter raus und kann in der Kajüte weiter die Füße hochlegen.

Und in Hamburg auf der Alster habe ich mal bei einem Ausflugsschiff gesehen, wie dieses ganz ohne Leinen oder Stangen magnetisch angelegt hat. Das spart Personal und Zeit. Der Spaßfaktor ist da allerdings wieder eine andere Sache.

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