Shannon-Forum
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Autor Thema: Grand Canal zwischen Robertstown und Dublin  (Gelesen 375 mal)
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Glasha
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« am: 19.04.2017, 09:07 »

Hallo Ihr Lieben,

ich habe eine Frage zum Grand Canal von Robertstown nach Dublin.
Ich war vor drei Wochen in Dublin zum Sightseeing und habe mir auch gleich die Gegebenheiten an den Docks angesehen. Wir haben im Juni wieder drei Wochen eine Barke bei Barrowline Cruisers gemietet und unser Plan war es eine Tour von Vicarstown über den Grand Canal nach Dublin nach Richmond Harbour über den Royal Canal und dann über den Shannon wieder zurück auf den Grand Canal.
Nun haut das leider nicht ganz hin, weil die Newcommon bridge im Royal Canal nur sehr selten gehoben wird und nicht mit unserer Urlaubszeit übereinstimmt.
Jedoch haben wir den Plan nach Dublin zu fahren nicht verworfen und auch sieht der Jetty bei Irish Waterways nicht schlecht aus und auch die Gegend ist echt schön und alles neu hergerichtet. Auch meinte der Verantwortliche von Irish Waterways, dass es nicht „dangerous“ sei dort zu übernachten. Die Schleuse und das Gezeitentor macht auf Verlangen auf bzw. muss man sich vorher anmelden. Das reicht wohl ein Tag vorher (auch ob, dass mit der Tide dann passt, erfährt man dann auch am Telefon).
Meine Frage wäre nun, ob evtl. jemand vor nicht allzu langer Zeit, den Teil zwischen Robertstown und Dublin gefahren ist und wie dieser im Moment so ist. Ist er immer noch so vermüllt und wenig attraktiv?

Vielen Dank schon mal
So long
Sonja
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bádoir
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« Antwort #1 am: 19.04.2017, 10:01 »

Hallo Sonja,

Zuallererst würde ich mir vom Vermieter schriftlich (!!!) zusichern lassen, dass der Versicherungsschutz uneingeschränkt bis Dublin gilt. Meines Wissens machen die Versicherer der Charterunternehmen über Lucan hinaus dicht. Auf eigene Faust weiterfahren? Da würde ich  mit einem Blick auf das Bankkonto prüfen, ob eine Summe im  Gegenwert einer Barge entbehrlich ist.

Der Anleger im Inner Basin ist, soweit ich weiß, abgesperrt und damit gut für eine Übernachtung. Dazu braucht Ihr weder das Outer Basin noch die Gezeitenschleuse zur Liffey.

Vermüllung:
Da ist in der Zwischenzeit vieles an Ausbaggerungsarbeiten und Müllentfernung geschehen (Böse Zungen behaupten, mit den entfernten Einkaufswagen konnte ein kompletter Supermarkt ausgestattet werden). Wie lange dieser Zustand anhält, ist eine Frage des persönlichen Optimismus.

Gefahren:
In erster Linie durch jugendliche Randalierer, "Scumbags". Einheimische Skipper, die die Route nehmen, fahren meist in ganzen Gruppen. Da sind genügend Leute da, die den Schleusenwärter mit Wach- und Verteidigungsaufgaben unterstützen. Alleine fahren: Definitiv nein. Auch der Tipp, nur vormittags außerhalb der Ferien zu fahren, ist im Hinblick auf zahlreiche  Schulschwänzer nicht hilfreich.

Aus genau diesen Gründen habe ich mir Dublin verkniffen, und auf Rat der Einheimischen sogar schon in Hazelhatch umgedreht. Die Strecke Robertstown - Hazelhatch ist für sich schon absolut empfehlenswert.

Alternativen, beide persönlich ausprobiert und für gut befundenen:

1. Einen Stillliegertag in Hazelhatch, Sallins oder in Monasterevin einlegen und mit dem Zug nach Dublin fahren (gute Verbindungen, nur muß man darauf achten, dass auch die Bahn Linksverkehr hat- wichtig für den richtigen Bahnsteig)

oder / und:

2. Separaten Dublin - Urlaub machen und in Ruhe an den Kanälen entlangwandern. Dies an einen Bootsurlaub anzuhängen, ist nichts Halbes und nichts Ganzes.

Grüße und weitere Fragen gerne,
bádoir
« Letzte Änderung: 19.04.2017, 10:10 von bádoir » Gespeichert
Glasha
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« Antwort #2 am: 19.04.2017, 10:53 »

Hallo Badoir,

vielen Dank für Deine Nachricht.
Ja also abgeklärt wäre das mit dem Vermieter, die haben uns ja auch mit den Brückenzeiten und allem geholfen.

wir haben einfach noch nach einer Alternative gesucht, da wir wieder drei Wochen haben und denken, dass 2 Wochen für den Barrow reichen, zumal wir ja schon zweimal da waren und auch die Tour zum Shannon schon zweimal gemacht haben Zwinkernd
Aber das mit dem Scumbags hört sich ja wirklich nicht gut an. Wusste garnicht, dass das so schlimm ist. Wie muss ich mir das denn vorstellen??

Dann wohl doch lieber drei Wochen Barrow diesmal Grinsend oder wieder einen Abstecher zum Shannon...Haben uns auch überlegt mal mit dem Taxi von St. Mullins ans Meer zu fahren. Schon mal gemacht?? Fährt da evtl sogar ein Zug? In Dublin sind wir mit dem zug nach Howth und das hat prima geklappt (waren auch aufm richtigem Bahnsteig Zwinkernd)

Viele Grüße und Danke
Sonja

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bádoir
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« Antwort #3 am: 19.04.2017, 20:43 »

Hallo Sonja,

Zuallererst herzlichen Glückwunsch zu Eurer Planung über 3 Wochen. Auch bei mir geht Bootsurlaub unter 3 Wochen einfach nicht. Die Flüge kosten das gleiche, und das ganze Tohuwabohu mit Ein / Auspacken, Einchecken, Sicherheitskontrolle, Transfer usw. ist dasselbe wie bei 2 Wochen oder gar noch kürzerem Urlaub.

Zu dem Scumbag - Problem: Ich lese so etwa 20 Jahre die IWAI - Zeitschrift, da kommen immer wieder solche Schilderungen vor. (Steine werfen, aufs Boot springen, dabei in die Schleuse fallen, gerade geöffnete Tore wieder zudrücken,....) L.T.C. Rolt schreibt in seinem Buch "Green And Silver" auch darüber- und diese sagenhafte Tour wurde 1949 gemacht (von wegen gute alte Zeit!). Sicher, in Edenderry und Carlow habe ich auch schon solche Erfahrungen (je 1x) gemacht, aber ich war da schon oft, und so steigt die Wahrscheinlichkeit für solche Vorkommnisse. In Dublin ist diese aber wesentlich größer.

Noch ein paar Tipps:

Die Strecke Robertstown - Hazelhatch ist wie gesagt, durchaus besuchenswert. Eine Variante wäre der Abstecher nach Naas.

Auf Google Earth schaut es da recht idyllisch aus, trotz der vielen Schleusen:

https://goo.gl/maps/zRjjuDNXrWL2
https://goo.gl/maps/NseTp5GMqaP2

Wenn das Abenteuer juckt, bitte sehr:

Der Milltown Feeder von Lowtown nach Milltown, siehe:

http://www.shannon-forum.de/index.php?topic=2103.0

Dieser Abstecher  gehört zu den absoluten Highlights meiner Törns. Aber da muss man mit dem Vermieter abklären, ob das Boot da wirklich unter der Pluckerstown Bridge durchpaßt.

Noch etwas zum Bahnfahren:

Es gab mal eine ganz idyllische Bahnstrecke am Barrow, mit der man von Borris aus ans Meer kommen konnte- aber die wurde schon 1963 stillgelegt.  Weinen

Wenn es eine idyllische Bahnstrecke am Meer sein darf: Kennt Ihr die Strecke Dun Laoghaire - Bray - Greystones schon? Muß man mal gemacht haben:

http://www.panoramio.com/photo/23012102

Das ließe sich mit einem Dublin - Abstecher von Hazelhatch aus verbinden:

(Hazelhatch - Dublin Heuston - Bus 145 -  abTara Street DART Richtung Bray/Greystones)

Und nun weiterhin viel Spaß bei der Planung!

Grüße,
bádoir
« Letzte Änderung: 20.04.2017, 20:05 von bádoir » Gespeichert
Glasha
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« Antwort #4 am: 20.04.2017, 12:24 »

Hallo Badoir,

vielen Dank für Deine zahlreichen Tipps. Ja unter drei Wochen geht Garnichts.  Cool Grinsend Grinsend

Ist ja nun auch schon unser achtes Mal auf einem Boot in Irland und das dritte Mal auf der Barke.
Von Lowtown nach Milltown sind wir noch nicht gefahren, vielleicht machen wir das.

Mein Mann wurde in Carlow mal mit einem Brot beworfen und in die Schleuse bei Carlow sind Jugendliche in Wasser gesprungen, als wir grad geschleust haben ( da ist uns die Düse gegangen, dass irgendwas passiert, vor allem, weil die völlig beratungsresistent waren und auch weit und breit kein Schleusenwärter zusehen war. Na ja es ging alles gut, aber nochmal brauchen wir das nicht. Zumal die es dann auch noch auf unseren Lockkey abgesehen hatten. Wir haben diesen dann lieber mit ins Pub genommen;-)). Sonst ist uns Gott sei Dank nichts weiteres dergleichen mehr passiert.  Augen rollen

Na ja dann lassen wir das mit Dublin wohl einfach doch lieber oder wenn dann nur bis Hazelhatch.

Aber irgendwann wollen wir das mit dieser Tour ( also Grand Canal, Royal Canal, shannon) machen. Da braucht man dann aber eh mehr als drei Wochen. Da ja auch noch andere unsichere Sachen wie die Überquerung des Lough Ree und so dazu kommen.

also nochmal Danke
viele Grüße
Sonja Smiley
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